Charaktervorstellung „Das steinerne Schloss“: Wilhelm

Nachdem ich vor zwei Wochen schon Marie, eine der Nebenfiguren aus #dassteinerneschloss, vorgestellt habe, möchte ich jetzt weitermachen mit Wilhelm. Auch er ist eine Nebenfigur und genau wie bei meinem ersten Artikel werde ich mich auch bei diesem Interview darum bemühen, nicht zu spoilern.
Vom 13. – 18. September findet übrigens die Blogtour zum steinernen Schloss statt. Was euch dort erwartet? Neben einer Vorstellung meiner Protagonistin und des männlichen Hauptcharakters Erik auch noch ein Beitrag zu den Magischen Wesen aus „Das steinerne Schloss“, ein Autoreninterview und ein Beitrag zu Handlungsorten und der Verserzählung „Der Welt Lohn“, die eine wichtige Rolle im Roman spielt. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut!

Hallo Wilhelm.

– Guten Tag. (verbeugt sich leicht und setzt seinen Hut ab)

Schön, dass du es geschafft hast. Soll ich dir mit deinem Gehstock helfen?

– Nein, nein. Vielen Dank, das geht schon. (setzt sich auf den angebotenen Stuhl)

Dann will ich auch gleich anfangen. Charlie ist deine Enkelin. Du und deine Frau habt sie quasi großgezogen. Ist sie wie eine Tochter für dich?

– Absolut. Charlotte hat sehr viel Zeit bei uns verbracht und ich bereue keinen Tag. Sie hat mich sehr viel gelehrt und ich habe ihr hoffentlich auch ein bisschen was mit auf den Weg gegeben, das ihr im Leben hilft.

Wusstest du schon immer, dass sie etwas Besonderes ist?

– Sie ist meine Enkelin. Natürlich ist sie etwas Besonderes. (lacht schelmisch)

Dann anders gefragt: Glaubst du an das Übernatürliche?

– Ja.

Wieso?

– Weil ich es erlebt habe. Die Welt ist nicht immer das, was wir sehen, sie ist das, was wir fühlen.

Hast du dafür ein Beispiel?

– Für das Übernatürliche? Dutzende. Aber bin ich heute wirklich hier, um über Geister und Dämonen zu sprechen?

Nein, tut mir leid. Vielleicht fahren wir mit etwas weniger kontroversem fort: Stell dich doch einmal unseren Lesern vor. Was hast du beruflich gemacht, bevor du in Rente gegangen bist?

– Ich war Autor. Ein ziemlich erfolgreicher sogar. Ein paar meiner Bücher kennst du bestimmt.

Was hast du geschrieben?

– Kinderbücher. Meine Geschichten hat Charlotte immer gern gehört. Natürlich auch die von anderen Autoren. (lacht wieder)

Bist du stolz auf deine Enkelin und wie sie sich entwickelt hat?

– Natürlich. Ich finde es toll, dass sie studiert, und zwar das, was sie möchte und nicht das, was ihre Mutter erwartet hätte. Sie weiß genau, was sie will und manchmal erkenne ich ihre Großmutter in ihr. (guckt auf die Uhr) Es tut mir leid, dich unterbrechen zu müssen, aber meine Skatgruppe trifft sich in einer Viertelstunde.

Ja, natürlich. Erlaubst du mir noch eine letzte Frage?

– Natürlich.

Was würdest du Charlotte raten?

– (überlegt kurz) Sie sollte immer auf ihr Herz hören. Es wird ihr zeigen, welchen Weg sie einschlagen wird. Etwas, das man aus tiefstem Herzen entschieden hat, kann nicht falsch sein. Selbst wenn man es ein paar Jahre später bereut: Im Moment der Entscheidung war es richtig.

Danke Wilhelm für deine Zeit und viel Spaß beim Skat!

– Sehr gern! (nickt, steht auf und verlässt den Raum)

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