Kategorie: Das steinerne Schloss

Blogtour Das steinerne Schloss – Wie ist das Buch eigentlich entstanden?

Blogtour das steinerne schloss Anna Weydt

Heute beginnt die Blogtour zu meinem Debütroman und ich möchte mit einer Frage anfangen, die sicher jeder irgendwie irgendwann einmal gestellt hat: Wie entsteht eigentlich ein Buch? Und weiter: Wie ist „Das steinerne Schloss“ entstanden? Wie bin ich auf die Idee gekommen, wie auf das Szenario?

Auf der Blogtour erwartet euch bis zum 18.9. jeden Tag ein neuer Beitrag. Hier einmal der thematische Ablaufplan der noch folgenden Beiträge mit Link auf alle Teilnehmer, ausgenommen natürlich mich selbst.

14.9.: Angelique von „Bücher der Träume“ schreibt über ihren Eindruck der ersten Seiten

15.9.: Sinah von „Pink Mai“ hat mich zu meinem Debüt und über das Autorenleben interviewt

16.9.: Jacqueline von „A Bird‘s Point of View“ stellt euch meine Protagonistin Charlie vor

17.9.: Denise von „365-seiten“ stellt euch Erik vor

18.9.: Babsi von „The Blue Siren“ hat einen Blick hinter den Vorhang meiner Welt geworfen und einige der magischen Wesenheiten hervorgelockt.

Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt es auf der Blogtour natürlich auch etwas. Was ihr dafür tun müsst, lest ihr jetzt:

Insgesamt können 3 Personen etwas gewinnen, und zwar:

1. Platz: Eine Schlüsselkette, eine signierte Postkarte und ein Lesezeichen von „Das steinerne Schloss“

2. + 3. Platz: Jeweils eine signierte Postkarte des Covers + ein Lesezeichen von „Das steinerne Schloss“

Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, nehmt an meinem Test unter www.annaweydt.de/finde-deinen-begleiter teil und postet euer Ergebnis unter diesen Beitrag.

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die Ihren Wohnsitz in Deutschland und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Teilnahme ist nicht vom Erwerb einer Ware oder Dienstleistung abhängig.

Die Dauer des Gewinnspiels erstreckt sich vom 13.09.2018, 0 Uhr bis zum 18.09.2018, 23:59 Uhr.

Die Gewinner der Verlosung werden am 19.09.18 unter diesem Beitrag über ihren Gewinn informiert. Daraufhin haben sich die Gewinner unter anna@annaweydt.de zu melden und ihren Vor- und Zunamen sowie ihre Postanschrift mitzuteilen, damit die Gewinne verschickt werden können.

Die Teilnahmebedingungen in ganzer Länge findet ihr hier: https://annaweydt.de/teilnahmebedingungen-blogtour/

Von der Idee zur Geschichte: Die Verserzählung „Der Welt Lohn“

Verserzählung klingt erst mal ziemlich trocken. Trotzdem hat mich „Der Welt Lohn“ von Konrad von Würzburg erst auf die Idee zum Buch gebracht. Man könnte fragen: Wie komme ich ausgerechnet darauf? Das ist schnell beantwortet: Ich habe Germanistik und Geschichte studiert und meinen Schwerpunkt auf das europäische Mittelalter gesetzt. Im Zuge meines Studiums bin ich automatisch in Berührung mit mittelalterlichen Texten gekommen, einer davon war „Der Welt Lohn“.
Der Autor der Erzählung, Konrad von Würzburg, war ein deutscher Dichter, der im Mittelalter lebte. Er hat für seine Gönner, also denjenigen, die ihn für das Verfassen des jeweiligen Werkes bezahlt haben, lyrische, geistlich-legendäre und historisch-sagenhafte Werke geschrieben. In Der Welt Lohn erzählt Konrad die Geschichte des Ritters Wirnt von Grafenberg, der einer geheimnisvollen Frau begegnet. Die Frau (zu ihrer Identität verrate ich nicht allzu viel, was wiederum mit meinem Roman zu tun hat; wer möchte kann aber gerne googeln) zeigt ihm, dass sein weltliches Streben nach Ruhm und Anerkennung keine Dauer hat. Die Moral von der Geschicht ist schließlich die, dass Wirnt sich von der Welt abwendet und einen geistlichen Lebensweg einschlägt – dies ist übrigens typisch für mittelalterliche Erzählungen aus dem christlichen Abendland. Die Art und Weise, wie die Frau dargestellt wird, fand ich bei der Analyse des Textes in meinem Studium so interessant, dass ich mir um sie herum die Geschichte ausgedacht habe, die am 15. September als „Das steinerne Schloss“ erscheinen wird.
Neben „Der Welt Lohn“ spielen übrigens auch noch andere Texte aus dem Mittelalter in die Geschichte mit hinein, unter anderem solche aus der Alexanderdichtung.

Die Handlungsorte: Das Mittelalter

Nachdem das Grundkonzept stand, habe ich mich damit auseinandergesetzt, wo ich meine Geschichte spielen lassen wollte. Da das deutsche Mittelalter eine nicht unwichtige Rolle im Text spielt, war mir relativ schnell klar, dass der Text auch in Deutschland spielen sollte. Die Frage war nur: Wo?
Für mein Debüt habe ich schließlich auf einen Ort zurückgegriffen, den ich wie meine Westentasche kenne: Hamburg, meine Geburtsstadt. Das Tor zur Welt hat so viele tolle Ecken, die mystisch und verwegen sind, weswegen ich mich für die Stadt als Handlungsort von „Das steinerne Schloss“ entschieden habe. Zwei dieser Handlungsorte möchte ich euch jetzt vorstellen.

Kaltehofe

Kaltehofe ist eine Elbinsel in der Nähe des Hamburger Stadtteils Rothenburgsort. Heute wird sie als Naherholungsgebiet genutzt, früher war auf ihr das Wasserwerk Kaltehofe untergebracht. Aus dieser Zeit, also 1893/94, stammen auch noch viele Becken, die über die Insel verteilt sind, Schieberhäuschen und die Villa Kaltehofe. Das Finale von „Das steinerne Schloss“ spielt auf Kaltehofe.

HH-Rothenburgsort

Das Hamburger Stadtviertel Rothenburgsort spielt auch neben Kaltehofe noch eine Rolle. Hier steht nämlich auch das Archiv, das Charlie im Laufe der Geschichte besucht. Untergebracht im 1848 errichteten Wasserturm lagern die Hexen meiner Geschichte dort einen Teil ihres Wissens.

Der Sachsenwald

Auch Schleswig-Holstein kommt in meinem Roman vor, und zwar in Form des Sachsenwaldes. Der Sachsenwald ist ein Nutzwald, den ich als Kind häufig besucht habe. In Teilen kam er mir schon immer verwunschen vor, auch wenn Teile regelmäßig abgeholzt wurden. Der Wald spielt in meiner Geschichte eine Rolle, als Charlie eine Gruppe von etwas überzeugen soll (bloß kein Spoiler ;-)).

So viel von mir zum Auftakt der Blogtour rund um „Das steinerne Schloss“. Morgen geht es bei Angelique weiter. Schaut gerne bei ihr vorbei!

Gewinner des Gewinnspiels

Die Gewinner des Blogtour-Gewinnspiels stehen fest. Herzlichen Glückwunsch an…

1. Platz: Levi

2. + 3. Platz: Manuela Schäller und evilgenius

Bitte meldet euch innerhalb von 3 Tagen unter anna@annaweydt.de und teilt mir euren vollen Namen sowie eure Postanschrift mit. Ansonsten verfällt der Gewinn. Danke! :)

Charaktervorstellung „Das steinerne Schloss“: Wilhelm

Nachdem ich vor zwei Wochen schon Marie, eine der Nebenfiguren aus #dassteinerneschloss, vorgestellt habe, möchte ich jetzt weitermachen mit Wilhelm. Auch er ist eine Nebenfigur und genau wie bei meinem ersten Artikel werde ich mich auch bei diesem Interview darum bemühen, nicht zu spoilern.
Vom 13. – 18. September findet übrigens die Blogtour zum steinernen Schloss statt. Was euch dort erwartet? Neben einer Vorstellung meiner Protagonistin und des männlichen Hauptcharakters Erik auch noch ein Beitrag zu den Magischen Wesen aus „Das steinerne Schloss“, ein Autoreninterview und ein Beitrag zu Handlungsorten und der Verserzählung „Der Welt Lohn“, die eine wichtige Rolle im Roman spielt. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut!

Hallo Wilhelm.

– Guten Tag. (verbeugt sich leicht und setzt seinen Hut ab)

Schön, dass du es geschafft hast. Soll ich dir mit deinem Gehstock helfen?

– Nein, nein. Vielen Dank, das geht schon. (setzt sich auf den angebotenen Stuhl)

Dann will ich auch gleich anfangen. Charlie ist deine Enkelin. Du und deine Frau habt sie quasi großgezogen. Ist sie wie eine Tochter für dich?

– Absolut. Charlotte hat sehr viel Zeit bei uns verbracht und ich bereue keinen Tag. Sie hat mich sehr viel gelehrt und ich habe ihr hoffentlich auch ein bisschen was mit auf den Weg gegeben, das ihr im Leben hilft.

Wusstest du schon immer, dass sie etwas Besonderes ist?

– Sie ist meine Enkelin. Natürlich ist sie etwas Besonderes. (lacht schelmisch)

Dann anders gefragt: Glaubst du an das Übernatürliche?

– Ja.

Wieso?

– Weil ich es erlebt habe. Die Welt ist nicht immer das, was wir sehen, sie ist das, was wir fühlen.

Hast du dafür ein Beispiel?

– Für das Übernatürliche? Dutzende. Aber bin ich heute wirklich hier, um über Geister und Dämonen zu sprechen?

Nein, tut mir leid. Vielleicht fahren wir mit etwas weniger kontroversem fort: Stell dich doch einmal unseren Lesern vor. Was hast du beruflich gemacht, bevor du in Rente gegangen bist?

– Ich war Autor. Ein ziemlich erfolgreicher sogar. Ein paar meiner Bücher kennst du bestimmt.

Was hast du geschrieben?

– Kinderbücher. Meine Geschichten hat Charlotte immer gern gehört. Natürlich auch die von anderen Autoren. (lacht wieder)

Bist du stolz auf deine Enkelin und wie sie sich entwickelt hat?

– Natürlich. Ich finde es toll, dass sie studiert, und zwar das, was sie möchte und nicht das, was ihre Mutter erwartet hätte. Sie weiß genau, was sie will und manchmal erkenne ich ihre Großmutter in ihr. (guckt auf die Uhr) Es tut mir leid, dich unterbrechen zu müssen, aber meine Skatgruppe trifft sich in einer Viertelstunde.

Ja, natürlich. Erlaubst du mir noch eine letzte Frage?

– Natürlich.

Was würdest du Charlotte raten?

– (überlegt kurz) Sie sollte immer auf ihr Herz hören. Es wird ihr zeigen, welchen Weg sie einschlagen wird. Etwas, das man aus tiefstem Herzen entschieden hat, kann nicht falsch sein. Selbst wenn man es ein paar Jahre später bereut: Im Moment der Entscheidung war es richtig.

Danke Wilhelm für deine Zeit und viel Spaß beim Skat!

– Sehr gern! (nickt, steht auf und verlässt den Raum)

Charaktervorstellung „Das steinerne Schloss“: Marie

Mein heutiger Blogpost dreht sich ganz um mein Debüt „Das steinerne Schloss“. Ich bin mir bewusst, dass gerade Charaktervorstellungen häufig (zu) viel verraten, deshalb will ich gar nicht in die Tiefe gehen und darüber berichten, wer Marie ist oder was sie tut. Ich habe mir stattdessen ein paar spannende Fragen herausgesucht, die sie als Menschen (bzw. Figur) euch hoffentlich ein bisschen näher bringen und Lust auf das Buch machen. Vom 13. – 18. September findet übrigens die Blogtour zum steinernen Schloss statt. Was euch dort erwartet? Neben einer Vorstellung meiner Protagonistin und des männlichen Hauptcharakters Erik auch noch ein Beitrag zu den Magischen Wesen aus „Das steinerne Schloss“, ein Autoreninterview und ein Beitrag zu Handlungsorten und der Verserzählung „Der Welt Lohn“, die eine wichtige Rolle im Roman spielt. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut!

Hallo Marie. Schön, dass du hier bist.

Gleichfalls.

Du weißt, dass du heute nicht zu viel von dir verraten darfst. Fällt dir das schwer?

– Keine Ahnung, sehen wir dann. Jetzt fang an zu fragen, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.

Okay, okay. Na gut, sehen wir mal… bist du ein Einzelkind?

– Nein.

Wie viele Geschwister hast oder hattest du?

– Ein paar.

Ich sehe, du beherrschst das mit dem nicht zu viel verraten ganz gut. Ein bisschen mehr darfst du aber schon erzählen.

– Wenn du meinst. Dann hau raus.

Machst du gerne Sport oder bist du eher eine Couchpotato?

– Ich mache ganz gerne mal Sport, besonders flie… (bricht ab) Ich mache gerne Sport. Belassen wir es dabei.

Wie findest du Charlie (die Protagonistin, Anm. d. Red.)?

– Wir haben nicht besonders viel gemeinsam, aber ja. Ich finde sie nett. Besonders, wenn sie Erik (die männliche Hauptperson, Anm. d. Red.) eins überzieht.

Also magst du Erik nicht?

– Erik ist ein Idiot. Aber ich habe ihn trotzdem gern. Irgendwie.

Ziehst du beide Socken gleichzeitig an und danach die Schuhe oder eine Socke, dann den Schuh usw.?

– Was ist das denn für eine Frage? (denkt nach) Aber wenn du es unbedingt wissen willst: Erst die Socken, danach die Schuhe.

Bist du verheiratet?

– Nein. Wir heiraten nicht.

Wer ist wir?

– Psst, ich darf doch nicht zu viel verraten.

Auch wieder wahr. Was ist deine größte Angst?

– Wow. Jetzt packst du aber aus. Meine größte Angst? Wieder verfolgt zu werden.

Hmm… ich frage jetzt mal nicht, von wem.

– Besser ist es.

Bist du ein Nägelkauer? Deine Hände müssen ständig etwas zu tun haben, wie ich sehe.

– (Legt die Münze beiseite, mit der sie bisher gespielt hat) Früher mal. Inzwischen habe ich die hier anstelle meiner Nägel. (Deutet auf die Münze)

Dein Lieblingsbuch?

– Das Herbarium Magicum – Das Buch der heilenden Kräuter.

Wann bist du am glücklichsten?

– Wenn ich hier bin. (Macht eine ausholende Bewegung, die den Turm beschreibt, in dem wir uns befinden)

Was gefällt dir hier am besten?

– Meine Bücher? Und natürlich der Kamin. Im Winter einer meiner Lieblingsplätze, wenn Katrei ihn mir nicht klaut.

Stimmt. Der Kamin ist echt klasse.

– Ja, nicht wahr? (Guckt stolz)

Wir müssen jetzt leider auch zum Ende kommen, Marie. Beantwortest du mir noch eine letzte Frage?

– Ja.

Hast du ein Geheimnis?

(Sie grinst) Mehr als eins. Aber ich werds dir nicht verraten, sonst wäre es ja nicht mehr geheim. (Verschwindet spurlos)