Meine 5 Lieblingsorte zum Schreiben

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Schreibt man nicht eigentlich Zuhause an seinem Schreibtisch? Diese Frage wurde mir schon häufiger gestellt und ich muss sagen: Nur bedingt. Natürlich ist das Arbeitszimmer ein guter Platz, um zu schreiben: Der Plot ist da, das Internet funktioniert für eventuelle Last-Minute-Recherchen und es gibt genug Tee. Aber manchmal führt die immer gleiche Umgebung auch dazu, dass die Kreativität versiegt, jedenfalls geht es mir so. Deshalb und weil ich sowieso sehr viel unterwegs bin, möchte ich euch jetzt meine fünf Lieblingsorte zum Schreiben vorstellen – rund um den Globus. An diese Orte kann ich zwar nicht jederzeit zurückkehren, sie sind für mich aber mit einem einzigartigen Gefühl verknüpft.

Das Café Mathilde, Hamburg

Als ich noch in Hamburg gewohnt habe, war ich gerne und oft in diesem Café. Zum einen, weil es einen wunderbaren Kakao anbietet, zum anderen, weil es ein Literaturcafé ist. Zwischen Büchern und einem Kamin, der im Winter eine wohlige Wärme versprüht, lässt es sich einfach super gut schreiben. Am liebsten war ich kurz nach Öffnung da oder unter der Woche (dem Studentenleben sei es gedankt), wenn noch alles still war und ich das Café fast für mich allein hatte.

Atlantis Books, Santorin

Von Hamburg geht es einmal quer durch Europa nach Griechenland, genauer gesagt auf die Insel Santorin. Hier gibt es einen wunderschönen Buchladen, Atlantis Books. Und dieser Buchladen hat eine Terrasse, die allen Besuchern offensteht. Von dort aus hat man einen krassen Blick über die Insel und das Meer und kann seine Gedanken wirklich schweifen lassen. Ab und zu kommt auch die Katze der Buchhandlung vorbei und lässt sich streicheln. Alles in allem ein toller Platz zum Schreiben.

Central Park, New York

Ich höre sie schon, die Leute, die mir sagen werden, dass New York doch laut und anstrengend ist. Stimmt, ist es. Aber der Central Park ist die rühmliche Ausnahme. Natürlich gibt es auch hier Teile, in denen viel los ist, aber genauso gibt es Abschnitte, in denen man in Ruhe auf einer Bank sitzen, die Stadt beobachten und Notizen machen kann. Wenn man genug von der frischen Luft hat, bietet sich übrigens ein Besuch von Westsider Rare & Used Books an, das ist gleich um die Ecke.

Naturkundemuseum, London

In einem Museum schreiben? Wirklich? Na ja, vielleicht eher plotten oder Notizen machen. Trotzdem gefällt mir persönlich die Atmosphäre in diesem Museum einfach sehr. Es inspiriert mich zwischen den ganzen Geschichten zu sitzen, die die Ausstellungsstücke erzählen, und meine eigenen Geschichten aufzuschreiben. Am besten lässt es sich auch hier nachdenken, wenn das Museum noch nicht gut besucht ist.

Pompeji, Italien

Zu guter Letzt war auch Pompeji ein einzigartiger Ort, um an meinen Geschichten zu arbeiten. Zwar habe ich hier nicht geplottet oder geschrieben, dennoch hatte ich an keinem anderen Ort so viele Ideen. Aus der Retrospektive betrachtet, lag das wahrscheinlich auch an der Vergangenheit der Stadt. Die alten Häuser zu sehen, die Schicksale zu kennen, die mit ihnen verbunden sind, noch immer, auch so viele Jahrhunderte später, hat mich fasziniert. So sehr, dass ich während der Pausen, die ich immer wieder in der Stadt eingelegt habe, jede Menge Ideen ins Handy getippt habe.

So viel zu meinen etwas außergewöhnlicheren Lieblingsorten zum Schreiben. Wo schreibt ihr gerne? Zuhause oder auswärts?

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