3 Schreibtipps: Warum ihr sie kennen, aber nicht immer einhalten solltet

Im Netz gibt es massig Schreibtipps. Über die Jahre habe ich viele, wenn nicht sogar fast alle, davon kennengelernt. Die meisten dieser Tipps sind sinnvoll und bringen die eigenen Texte definitiv weiter. Leider gibt es häufig die Tendenz dazu, die Tipps als absolut zu verstehen und eine Nichteinhaltung mit schlechtem Stil gleichzusetzen. Ich finde: In gesundem Maße machen sie Texte besser. Und warum das so ist, möchte ich heute gerne an drei Beispielen erklären.

Show, don‘t tell

Eine der beliebtesten Regeln, die mir immer wieder über den Weg läuft, ist: „Show, don‘t tell“. Ich erkläre hier nur kurz, worum es geht. Wer sich damit näher befassen möchte, findet im Netz sicher bessere und ausführlichere Definitionen. Bei dem Schreibtipp „Show, don‘t tell“ geht es im Wesentlichen darum eine Szene nicht zu beschreiben, sondern sei erlebbar zu machen. Beispiel: Sie war traurig = Tell. Ihr liefen Tränen über die Wangen, während sie sich die Nase schnäuzte = Show. Eigentlich ganz einfach. Show ist auch grundsätzlich ein Mittel, das einen Text erfühlbarer macht, aber ein Text, der nur aus Show besteht, ist furchtbar anstrengend zu lesen. Genauso wenn er nur aus Tell besteht. Meiner Meinung nach müssen sich Show und Tell in einem gesunden Maß abwechseln, um am Ende eine perfekte Mischung zu finden. Außerdem kommt es auch ganz darauf an, was man gerade ausdrücken möchte. Einen Zeitraffer etwa im Show zu schreiben ist aus meiner Sicht nach nur in den wenigsten Fällen sinnvoll.

Das Wort plötzlich

Ähnlich absolut wird auf dem Wort „plötzlich“ herumgeritten. Der Gedanke dahinter ähnelt dem Prinzip von „Show, don‘t tell“. Die Plötzlichkeit eines Moments sollte dem Leser nicht vor die Stirn geklatscht, sondern beschrieben werden. Das ist richtig, aber auch hier gilt: Die Ausnahme bestätigt die Regel. Wenn es soweit geht, dass man sich fast schuldig fühlt, das Wort plötzlich in seinem Manuskript zu finden, ja, dann wurde dieser Schreibtipp meiner Meinung nach überstrapaziert.

Kurze Sätze

Keine ewig langen Satzwürmer zu fabrizieren, macht definitiv Sinn. Überhaupt kein Einwand von mir. Aber (ja, auch hier gibt es eins): Autor*innen, die sich zu sehr darauf versteifen, einen Text zu schreiben, der einfach ist und hauptsächlich aus Hauptsatzkonstruktionen besteht, die schreiben am Ende etwas, das an ein Stakkato erinnert. Es ist dem Lesefluss nicht zuträglich, ausschließlich lange Sätze zu schreiben. Aber genauso ist es schädlich – überspitzt formuliert – nur Hauptsätze zu schreiben. Auch hier muss ein gesundes Mittelmaß gefunden werden. Außerdem: Mit der Länge von Sätzen kann die Schnelligkeit von Texten gesteuert werden. Längere Sätze machen einen Text behäbig und damit automatisch langsamer. Das Gegenteil ist bei kurzen Sätzen der Fall. Auch hier muss der/die Autor*in also entscheiden, was er erreichen möchte und wofür er dieses Stilmittel konkret einsetzen will.

Welche Schreibtipps nutzt ihr gerne und bei welchen geht es euch wie mir mit den oben genannten?

2020 Reads: Was ich bis jetzt gelesen habe

2020 ist bis jetzt ein Jahr voller Extreme, für uns alle. Weil das reale Leben auf einmal so präsent war, hatte ich erst nicht viel Zeit zu lesen, dann umso mehr. Heute möchte ich euch deshalb die Bücher vorstellen, die in diesem Jahr schon auf meinem Nachttisch lagen. Vielleicht findet ihr in Zeiten von Social Distancing und Heimarbeit ein bisschen Inspiration für mehr Lesestoff. Und für alle, die wegen der aktuellen Lage sehr viel arbeiten und nicht zum Lesen kommen: Danke.

The Nightjar, Deborah Hewitt

Mein bisheriges Jahreshighlight war Nightjar von Deborah Hewitt. Es geht um Alice, die schon ihr Leben lang von Vogelvisionen heimgesucht wird. Als ihre beste Freundin nach einer Firmenfeier im Koma liegt, führt die einzige Möglichkeit sie zu retten darüber, ihre geheime Vergangenheit Stück für Stück zu lüften.
Die Geschichte ist eine Mischung aus finnischer Mythologie, Steampunk-Elementen und London. Was zuerst etwas wild klingt, hat mich sofort gefangen genommen. Auch ist das Buch in sich abgeschlossen, was ich als jemand, der ungern Reihen liest, sehr sympathisch finde. Definitiv eine Empfehlung!

The Heavens, Sandra Newman

Etwas schwerer habe ich mich mit The Heavens von Sandra Newman getan. Angekündigt als Zeitreiseliebesgeschichte, war der Schreibstil durch extrem viel Tell geprägt – das hat den Lesefluss nach einer Weile gestört und mich mit dem Gefühl einen Schulaufsatz zu lesen, zurückgelassen. Die Idee zwischen dem New York der 2001er Jahre und dem mittelalterlichen England hin und her zu springen, finde ich jedoch nach wie vor interessant. Wem ein etwas schwererer Schreibstil liegt, ist bei The Heavens deshalb vielleicht gut aufgehoben.

Doomsday Prophecy, Scott Mariani

Die Ben Hope Series habe ich vor einer ganzen Weile angefangen und dann nie zu Ende gelesen. Enttäuscht hat mich das Buch um den ehemaligen SAS Agenten Ben Hope nicht. Ein klassischer Thriller mit Mystery Elementen mit dem perfekten Titel für die Corona Zeit. An die ersten beiden Teile kommt dieser dritte Band meiner Meinung nach aber nicht heran. Trotzdem werde ich auch Teil 4 und 5 lesen, die noch in meinem Regal auf mich warten.

The Long Way to a Small Angry Planet, Becky Chambers

Und zu guter Letzt habe ich mich mit The Long Way to a Small Angry Planet von Becky Chambers an eine Space Opera gewagt. Von Kapitel eins an begleitet der Leser Rosemary Harper, die als neues Crewmitglied auf die Wayfarer kommt. Mit ihr und der restlichen Crew geht es dann auf ein aufregendes Abenteuer quer durch den Weltraum. Thematisch komplett anders, fand ich das Buch wirklich cool und bin gespannt auf den Folgeband, der aber, was die Charaktere angeht, mit einer anderen Aufstellung an den Start geht.

Welche Bücher habt ihr in diesem Jahr schon gelesen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

(Photo by Yi Hao on Unsplash)

Warum ich wieder Debütautorin bin

Debütautorin

Mein erster Blogbeitrag im neuen Jahr und gleich so eine verwirrende Überschrift. Aber ich erkläre sie, versprochen. Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich 2018 mein Debüt “Das steinerne Schloss” bei einem E-Book Imprint von HarperCollins Germany veröffentlicht. Dieses Imprint wurde Ende 2019 geschlossen und mit ihm alle Inhalte, die es dort gab. Meinen Debütroman gibt es also offiziell nicht mehr.

Die Rechterückgabe des Verlags an mich war nur ein Punkt, der mich am Schreiben hat zweifeln lassen. In einem meiner anderen Beiträge habe ich schon laut darüber nachgedacht, aus welchen Gründen ich das Schreiben hinschmeißen wollen würde. In meiner Winterpause habe ich dann noch weiter darüber nachgedacht, ob es wirklich das Schreiben an sich ist, woran ich keinen Spaß mehr habe, oder der Vorgang des Publizierens. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es Letzteres ist.

Es hat mich frustriert, dass all die Arbeit, die ich nicht nur ins Manuskript gesteckt habe, sondern auch in die PR, die Zusammenarbeit mit Bloggern und dem Verlag mit einer einzigen Geste vom Tisch gewischt war. Deshalb brauchte ich eine Pause, die ich mir – wie ihr wisst – auch genommen habe.

In dieser Pause habe ich nicht nur von meinen Social Media Auftritten Abstand genommen, sondern auch vom Schreiben. Ich habe darüber nachgedacht, welche Kanäle für mich noch sinnvoll sind, woran ich Spaß habe. Die Frage nach der Freude an dem was ich tue, stand auch bei allem anderen im Vordergrund. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, weiterzuschreiben, auch an diesem Blog. Denn auch wenn mich die Situation frustriert hat, komme ich trotzdem immer wieder hierher. Um zu schreiben.

Wie es als publizierende Autorin weitergeht, das steht noch in den Sternen. Ich stehe zur Zeit an einer Weggabelung und lehne mich mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung. Allerdings bin ich jetzt wieder Debütautorin.

Inspirierende, literarische Orte in Paris

Inspirierende, literarische Orte in Paris

Teil drei meiner Reihe rund um inspirierende, literarische Orte geht an den Start, dieses Mal habe ich mir Paris ausgesucht und die französische Hauptstadt hat ein paar richtig schöne, fast schon märchenhafte Orte auf Lager, die ich gerne an euch weiterreiche. Falls ihr mal Gelegenheit habt, Paris zu besuchen, sind diese Plätze und Orte wirklich einen Abstecher wert – mehr noch als so manche „große“ Sehenswürdigkeit, würde ich sagen. Hier übrigens zum ersten Beitrag über Wien und hier zum zweiten über Edinburgh.

Shakespeare & Company

Einer der schönsten Buchorte in Paris ist und bleibt für mich der Buchladen Shakespeare & Company. Das erste Mal war ich 2009 dort. Damals noch ein echter Geheimtipp, ist er inzwischen leider sehr überlaufen. Das ist schade, aber der Buchladen bleibt trotzdem toll. Hier finde ich bei jedem Besuch etwas zu lesen, denn er ist englischsprachig.

Friedhof Pére Lachaise

Einen Friedhof mit in diese Liste aufzunehmen mag zwar ein bisschen makaber erscheinen, aber auf dem Pére Lachaise liegen sehr viele literarische Persönlichkeiten, zum Beispiel Oscar Wilde oder Marcel Proust. Und ich muss zugeben: Ich besuche Friedhöfe gerne. Für mich haben sie etwas beruhigendes, auch wenn der Pére Lachaise manchmal doch ein bisschen unheimlich ist. Gerade im Herbst ist der Friedhof aber der perfekte Ort für einen entspannten Spaziergang abseits vom Großstadtwahnsinn von Paris.

Montparnasse Friedhof

Ich hänge dann auch gleich den nächsten Friedhof hinten dran, nämlich den Montparnasse Friedhof. Auch hier haben einige bekannte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe gefunden, zum Beispiel Simone de Beauvoir oder Samuel Beckett. Der Friedhof gefällt mir aber vor allem deshalb so gut, weil er noch weniger bekannt ist, als der Pére Lachaise und dementsprechend auch weniger besucht. Auch hier ist der Herbst eine der schönste Jahreszeiten für einen Besuch.

Die Bouquinisten von Paris

Wenn ihr eine lange Tradition unterstützen möchtet, dann sind die Bouquinisten definitiv einen Abstecher wert. Die Stände der Straßenhändler finden sich entlang der Seine; hier gibt es natürlich Bücher, aber auch richtig schöne Kunstdrucke. Ich habe einen von Star Wars gefunden, der seit dem Besuch in meiner Wohnung hängt.

Seid ihr schon einmal in Paris gewesen? Wie hat euch die Stadt gefallen?

5 Writing Prompts für Young Adult Autoren

5 Writing Prompts für Young Adult Autoren

Kennt ihr das? Manchmal ist man von der Muse geküsst und manchmal… ja, manchmal läuft es eben nicht so gut. In solchen Momenten greife ich gerne auf Writing Prompts zurück, um wieder in den Schreibfluss hineinzukommen. Ob ich den Prompt nur für eine Kurzgeschichte nutze, ihn in mein aktuelles Projekt einbeziehe oder tatsächlich ein eigenständiger Roman daraus wird – das hängt ganz davon ab, wie viel mir dazu einfällt. Im Endergebnis ist es aber auch gar nicht wichtig, denn der Writing Prompt hat zu dem Zeitpunkt schon erfüllt, was er sollte: Mich zurück zum Schreiben zu bringen. Deshalb möchte ich heute fünf Writing Prompts für Young Adult Autoren mit euch teilen, die euch vielleicht über eure nächste Schreibblockade hinweghelfen.

Writing Prompts für Young Adult Autoren

Writing Prompt Nr. 1 | Eine in der Nachbarschaft als schräg verrufene alte Frau freundet sich mit einem jungen Erwachsenen / einer jungen Erwachsenen an. Sie teilt ein Geheimnis mit ihrem neuen Freund / ihrer neuen Freundin, das die Welt von ihm / ihr völlig auf den Kopf stellt.

Writing Prompt Nr. 2 | Zwei Freund*innen finden im gemeinsamen Urlaub einen Schatz am Strand.

Writing Prompt Nr. 3 | Ein/e Teenager*in muss die Ferien mit seinen / ihren Eltern in einem Ferienhaus in Dänemark verbringen, worauf er / sie wenig Lust hat. Als seine / ihre Eltern einen Abend allein in der Stadt verbringen, entdeckt er / sie, dass das Haus einen Geheimgang hat.

Writing Prompt Nr. 4 | Zwei Freund*innen machen sich gegenseitig ein Versprechen. Als eine/r der beiden es bricht, scheint die Freundschaft beendet zu sein…

Writing Prompt Nr. 5 | Der Prota tut so, als könnte er / sie Magie anwenden. Dann stellt er / sie fest, dass er / sie es tatsächlich kann.

Arbeitet ihr auch mit Writing Prompts oder habt ihr sie noch nie genutzt? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Welche Kinderbücher mich zum Lesen gebracht haben

Welche Kinderbücher mich zum Lesen gebracht haben

Ich habe an anderer Stelle schon meine liebsten Jugendbücher geteilt, wobei auch ein Kinderbuch war, soweit ich mich erinnere. Diesen Beitrag möchte ich aber speziell Kinderbüchern widmen, und zwar denen, die mich zum Lesen gebracht haben. An dieser Stelle muss ich natürlich auch meinen Eltern danken, besonders meinem Vater, die mir beide viel vorgelesen haben und so meinen Hunger nach Geschichten erst richtig gefüttert haben. Welche Kinderbücher zu meinen all-time-favorites gehören, möchte ich heute gerne in einem kurzen Artikel zeigen.

Drachenreiter, Cornelia Funke

Eines meiner absoluten Lieblingskinderbücher ist und bleibt Drachenreiter. Habe ich wahrscheinlich auch schon an einigen Stellen erwähnt. Die Welt von Cornelia Funke ist einfach wunderschön, leider ist der erst kürzlich erschienene Folgeband überhaupt nicht mehr meins gewesen. Der Zauber war weg, der belehrende Zeigefinger zu groß. Deshalb bleibt Band 1 dort, wo er immer war: In meinem Herzen.

Momo, Michael Ende

Momos Geschichte wurde mir erst vorgelesen, später habe ich sie auch noch einmal selbst gelesen. Die grauen Herren waren in jungem Alter schon ein bisschen gruselig, aber auch spannend. Die Tiefe der Geschichte ist mir aber erst richtig bewusst geworden, als ich das Buch als Erwachsene noch einmal gelesen habe. Und genau das gefällt mir an Momo: Die verschiedenen Ebenen.

Die unendliche Geschichte, Michael Ende

Gleiches gilt übrigens für die unendliche Geschichte. Beim erneuten Lesen als Erwachsene sind mir noch so viele andere Anspielungen und Ebenen aufgefallen, die ich als Kind nicht verstanden habe. Abgeholt hat mich aber zugegebenermaßen besonders Bastian als Charakter. Was hätte ich als Schulkind darum gegeben, mich auf dem Dachboden der Schule mit einem Buch zu verstecken und zu lesen?

Ronja Räubertochter, Astrid Lindgren

Ähnlich ging es mir als Kind mit Ronja Räubertochter: Sich in die Welt von Astrid Lindgren hineinzuträumen und mit Ronja durch die Wälder zu streifen – das war schon eine coole Vorstellung. Kennt eigentlich noch jemand den Film aus den 80ern und die Rumpelwichte?

Der Hobbit, J.R.R. Tolkien

Auch der Hobbit wurde mir zuerst vorgelesen. Mich hat Bilbos Geschichte und Tolkiens Welt so fasziniert, dass ich unbedingt Herr der Ringe lesen wollte. Ein paar Jahre später durfte ich das dann auch.

Es ist mir schwer gefallen, mich für diese fünf Bücher zu entscheiden, denn natürlich gab es noch viele mehr, die ich gerne als Kind und auch später gelesen habe. Welche Kinderbücher begleiten euch heute immer noch?

Meine liebsten Romanverfilmungen

Meine liebsten Romanverfilmungen

Romanverfilmungen sind ja so eine Sache: Manche sind wirklich gut, viele schaffen es aber einfach nicht, dem Spagat zwischen Buch und Film gerecht zu werden. Sie sind ein unguter Mix, der versucht den Zauber eines Buches auf einen Film zu übertragen oder sich gar nicht erst an der Romanvorlage orientiert. Ich habe schon wirklich viele, wirklich schlechte Romanverfilmungen gesehen, aber um die soll es heute nicht gehen. Stattdessen möchte ich das Positive herausstellen und meine Lieblingsromanverfilmungen mit euch teilen. Vielleicht verratet ihr mir ja auch eure?

Die Harry Potter Reihe

Nicht nur die Bücher, auch die Filme fand ich wirklich gut. Weniger wegen der Schauspieler, mehr wegen der toll dargestellten und phantasievollen Welt, die Rowling schon in ihren Romanen zum Leben erweckt hatte. Mein Lieblingsbuch bzw. -film der Harry Potter Reihe ist übrigens Band drei, der Gefangene von Azkaban.

Das Parfum

Zuerst habe ich das Buch von Patrick Süskind in der Schule gelesen und fand es schon da auf seltsame Weise faszinierend. Der Film hat dann meiner Meinung nach noch einen drauf gesetzt und die Geruchsempfindlichkeit des Protas wirklich gut eingefangen.

Die schwedische Version der Millennium Reihe

Reden wir nicht von der Hollywood-Neuverfilmung. Die schwedische Version der berühmten Millenium Reihe von Stieg Larsson hingegen habe ich sehr gerne gesehen. Ich muss auch zugeben, dass ich zuerst die Filme angeschaut und danach erst die Bücher gelesen habe. Normalerweise ist das bei mir immer andersherum, aber ich fand sowohl die Filme als Filme gut (auch ohne die Bücher zu kennen) als auch die Bücher als Bücher.

Herr der Ringe

Auch wenn ich in der Herr der Ringe Verfilmung Tom Bombadil schmerzlich vermisst habe: Man kann nicht alles haben. Irgendwo musste Peter Jackson kürzen. Und ich muss ehrlich sagen: Ich persönlich merke den Herr der Ringe Filmen ihr Alter nicht an und schaue sie auch fast 20 Jahre (bin ich alt) nach Erscheinen des ersten Teils immer noch sehr sehr gerne.

Interview mit einem Vampir

Auch Interview mit einem Vampir habe ich zuerst gesehen, danach erst gelesen. Ich muss zugeben, dass mir der Film fast besser gefallen hat, die Stimmung ist einfach einzigartig. Dieses Gefühl, das der Film erzeugt hat, ist bei mir im Buch einfach nicht so angekommen. Aber das ist auch in Ordnung und absolut subjektiv.

Welche Buchverfilmungen liebt ihr heiß und innig? Lasst es mich gerne wissen!

Photo by Jakob Owens on Unsplash

Warum ich das Schreiben manchmal am liebsten hinschmeißen würde

Warum ich das Schreiben manchmal am liebsten hinschmeißen würde

Das Schreiben und ich. Ich und das Schreiben. Irgendwie ist es eine Hassliebe, ich kann nicht mit, aber auch nicht ohne es. In einem meiner Blogartikel habe ich schon mal geschrieben, dass das Schreiben für mich die beste Art ist, mich auszudrücken. Und wenn ich denke „ich will das Schreiben hinschmeißen“, dann beziehe ich mich auf das Schreiben von Fiction, also hauptsächlich Romanen und Kurzgeschichten. Warum ist das so?

Es macht Spaß. Aber es ist auch richtig viel Arbeit.

Da rollt wahrscheinlich der ein oder andere Autor mit den Augen und denkt sich: Wenn sie keinen Bock hat, soll sie es halt lassen, es gibt genügend andere. Dazu sage ich: Natürlich habe ich Lust, aber ich bin auch ehrgeizig. Ich möchte nicht ewig an einem Buch sitzen, weil ich es wegen anderer Verpflichtungen nicht schaffe, daran weiterzuarbeiten. Deshalb frustriert es mich, wenn ich nach Wochen immer noch bei Kapitel 6 bin – einfach weil im Brotjob gerade die Bude brennt.

Commitment versus Outcome.

Wo wir beim nächsten Punkt wären, der in eine ähnliche Richtung geht: Wenn ich so viel persönliche Zeit opfere, die ich auch mit anderen Dingen verbringen könnte, die mir genauso viel Spaß machen, dann möchte ich, dass etwas dabei rum kommt. Das mag vielleicht egoistisch klingen, aber so ist es. Damit meine ich nicht automatisch eine Veröffentlichung. Aber ich möchte eben auch nicht, dass der über viele Monate entstandene Roman, wenn er dann mal fertig ist, einfach auf der Festplatte liegt – und dort auch liegen bleibt. Ich schreibe zwar auch für mich, aber nicht nur.

Professionalisierung ist kaum mehr möglich.

Dieser dritte Punkt schließt sich an die ersten beiden an: Um mit einem Roman auf der Verlagsbühne etwas zu erreichen, muss man auch außerhalb des Schreibens unglaublich viel Arbeit investieren. Das ist bei einem Vollzeitjob fast nicht zu machen. Leider bringt die Professionalisierung bei den wenigsten Autoren so viel ein, dass sie sich völlig dem Schreiben widmen könnten. Das heißt man ist zerrissen – zwischen dem Brotjob, vielleicht einer Familie und dem Schreiben. An manchen Tagen frage ich mich: Ist es das wert?

Die Verlagslandschaft.

Ich möchte auf keinen Fall alle Verlage über einen Kamm scheren, im Gegenteil. Ich komme aus der Verlagslandschaft, arbeite noch in ihrem Dunstkreis, muss aber trotzdem sagen: Ich zweifle das System an. Die, ohne die es das Wirtschaftsunternehmen Verlag nicht geben würde, bekommen am wenigsten. 1 Euro pro verkauftem Printbuch ist noch viel. „Besser“ sieht es für E-Book Autoren aus. Aber auch hier: Stehen Aufwand und Nutzen dabei überhaupt noch in irgendeiner Relation? Selfpublishing wäre eine andere Lösung, aber auch hier gilt: Das, was man schon bei einer Verlagsveröffentlichung an Zeit investieren muss, wird beim SP nicht weniger. Deshalb frage ich mich: Will ich mich professionalisieren? Will ich einem System in die Hände spielen, das die Kreativen nicht entlohnt, einer Gesellschaft, die nur noch das Konsumgut Buch sieht?

Und all den Zweifeln steht die Leidenschaft fürs Schreiben entgegen, auch dem Schreiben von Romanen. Es ist eine Zwickmühle, aus der ich noch keinen Ausweg gefunden habe. Was sagt ihr dazu?

Wie ich trotz Job regelmäßig lese und schreibe

Wie jeder von uns, muss auch ich meine Brötchen mit etwas verdienen und das ist nicht das Schreiben von Romanen – leider. Mein Brotjob frisst super viel Zeit, sodass ich in Hochzeiten häufig das Gefühl habe, zu nichts anderem zu kommen als zu Arbeitsaufgaben. Gerade die letzten zwei Wochen waren gelinde gesagt herausfordernd. Trotzdem ist es mir wichtig, Zeit zum Schreiben zu haben. Wenn ihr auch manchmal Probleme habt, eure Ziele einzuhalten, weil der Brotjob einfach zu fordernd ist, dann helfen euch die Tipps, die ich in diesem Artikel mit euch teilen möchte, vielleicht in Zukunft ein bisschen regelmäßiger zu schreiben und zu lesen.

Prioritäten setzen

Ist einfacher als gesagt, aber ich habe für mich eine klare Priorisierung festgelegt. An erster Stelle kommt der Brotjob, denn er bezahlt meine Rechnungen. Danach kommt das Schreiben, weil ich als Autorin gerne vom Fleck kommen möchte. Danach das Lesen und danach alles andere. Ich spreche hier natürlich bewusst nicht von Menschen oder Familie. Die kommen bei mir noch vor allem anderen. Die Priorisierung hilft mir aber dabei, mich nicht in Details zu verlieren. Vielleicht hilft sie dir auch?

Eine feste Zeit etablieren

Auch eine feste Zeit festzusetzen, in der ich mich dem Schreiben und Lesen widme, hat mir geholfen, es regelmäßiger zu tun. Jeder muss sich da an seine persönliche Lieblingszeit herantasten, für mich sind es der frühe Morgen und spätabends, was natürlich auch wieder bis zu einem gewissen Grad von meinem Brotjob beeinflusst wird.

Abstriche machen und sich nicht darüber ärgern

Das war etwas, das ich erst lernen musste. Immer, wenn es im Brotjob mal wieder drunter und drüber ging, blieb einfach etwas liegen. Entweder ich hatte keine Zeit für den neuen Blogartikel, den ich schreiben wollte, das Plotten hing hinterher oder ich war nicht so aktiv in Foren und auf meinen Social Media Kanälen, wie ich es mir gewünscht hätte. Obwohl ich an solchen Tagen subjektiv viel geschafft hatte (nämlich im Job), hatte ich das Gefühl, wenig gemacht zu haben. Ich musste erst lernen, dass es solche und solche Phasen gibt und das beides total okay ist.

Die berühmte To-Do-Liste

Ich liebe To-Do-Listen. In der Regel lege ich eine für den Brotjob an, eine fürs Schreiben und eine für den Rest. So behalte ich meine Aufgaben immer im Blick. Von einigen habe ich gehört, dass To-Do-Listen sie unter Druck setzen, mir persönlich helfen sie aber, einen Überblick zu behalten.

So viel zu meinen Methoden, um regelmäßg(er) zu schreiben (und zu lesen). Was sind eure Methoden, um den Alltagswahnsinn vor die Tür zu kehren und euch Zeit für eure Hobbys zu nehmen?

Inspirierende, literarische Orte in Edinburgh

Inspirierende literarische Orte in Edinburgh

Weiter geht es mit meiner Serie zu inspirierenden, literarischen Orten. Den ersten Beitrag findest du hier. Dieses Mal steht Edinburgh im Fokus und ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung, wo ich anfangen soll. Die schottische Stadt hat wirklich so viel zu bieten, wenn Literatur dein Ding ist, da fällt es mir super schwer, eine Auswahl zu treffen. Wenn du dich für Edinburgh und Schottland im Allgemeinen interessierst, dann lies jetzt weiter, recherchiere aber unbedingt auch noch einmal selbst. Denn wie gesagt: In diesem kurzen Artikel kann ich nicht einmal ansatzweise alle tollen inspirierenden, literarischen Orte fassen.

The Elephant House

Wusstest du das schon? Harry Potter ist teilweise in Edinburgh geschrieben worden, und zwar im Elephant House. In diesem schönen und sehr urigen Café kannst du der Zaubererwelt ein bisschen näher kommen und vielleicht auch an deinem Roman schreiben? Sei dir aber sicher: Das Elephant House wird gut besucht sein.

Writer‘s Museum

Das Writer‘s Museum ist drei bedeutenden schottischen Schriftstellern gewidmet: Robert Louis Stevenson, Walter Scott und Robert Burns. Im Museum findest du deshalb alte Ausgaben ihrer Werke und auch den ein oder anderen Gegenstand aus dem Alltag der Autoren. Wer in die schottische Literatur eintauchen möchte, ist hier auf jeden Fall richtig!

National Library of Scotland

Natürlich darf auch eine Bibliothek nicht fehlen. Die National Library of Scotland ist jedenfalls ein schöner und sehr literarischer Ort, um in verschiedenen Ausstellungen mehr über Schottland und seine Schriftsteller zu lernen.

Entdecke mysteriöse Buchskulpturen

Vor einigen Jahren wurde in der Scottish Poetry Library zum ersten Mal eine mysteriöse Skulptur entdeckt, hergestellt aus alten Büchern und Papier. Danach sind neun weitere an verschiedenen Standorten aufgetaucht, darunter das National Museum of Scotland und das Filmhouse. Falls du mal in Edinburgh sein solltest, kannst du dich auf die Suche nach den restlichen begeben.

Scott Monument

Das Scott Monument ist das weltweit größte Denkmal für einen Schriftsteller, und zwar ganze 61 Meter hoch! Sir Walter Scott war einer der beliebtesten Autoren des späten 18. Jahrhunderts, der mit seinen Werken über Schottland berühmt wurde. Von oben hat man natürlich auch einen wunderbaren Blick über die Stadt.

Inspirierende, literarische Orte in Edinburgh: Hast du Edinburgh schon einmal besucht? Was hat dir dort besonders gut gefallen?