#storyausschnittchallenge und wie es weiter geht

#storyausschnittchallenge und wie es weiter geht

Die letzte Woche war ziemlich verrückt. Meine recht spontane Idee, die #storyausschnittchallenge mit Francis zu starten, hat viele Teilnehmer_innen wieder näher an ihre Geschichten gebracht. Auch ich hatte großen Spaß an der Challenge! So viele Ideen anderer Autor_innen zu entdecken und zu sehen, wie viel Herzblut in Charaktere, Welten, Plots hineinfließt, hat mich wieder daran erinnert, warum ich so gerne schreibe und warum andere es auch tun. Die Tage nach der Challenge habe ich damit verbracht, fleißig an meinem aktuellen Projekt weiter zu arbeiten – vor allem deshalb, weil mir die Challenge einen so großen Energieschub gegeben hat. Danke dafür!

Wie es jetzt weitergeht?

Francis und ich planen grundsätzlich eine Wiederholung der Challenge, wie genau die aussehen wird, müssen wir aber noch besprechen. Solange widme ich mich anderen Bereichen: Ich plane zum Beispiel, Instagram aktiver zu nutzen. Dicht gefolgt von Pinterest, gefällt mir Instagram wegen der vielen wunderschönen grafischen Inhalte von allen Social Media Plattformen am besten. Damit auch ihr etwas davon habt, werde ich in regelmäßigen Abständen kostenlose Templates erstellen, die ihr in den Instagram-Storys benutzen könnt. Mein erstes Template findet ihr hier.

Zusätzlich plane ich mehr exklusive Inhalte für meine Newsletter-Abonnenten zur Verfügung zu stellen. Was heißt das? Zukünftig werde ich Bonusszenen, Kurzgeschichten aber auch Vorlagen wie Templates, eine Checkliste für deine Autorenwebsite, Charakterblätter und einiges mehr zunächst exklusiv für meine Newsletter-Abonnenten zur Verfügung stellen. Aktuell geplant ist übrigens das alternative Ende von „Das steinerne Schloss“ im nächsten Newsletter zu veröffentlichen.

What else? Wo ich gerade von meinem Debüt spreche: Zum 1. Geburtstag vom Steinernen Schloss wird es ein Gewinnspiel geben. Nähere Infos dazu findet ihr bald auf meinen Social Media Kanälen.

Und natürlich schreibe ich auch fleißig an Feuer & Zinn weiter, meinem Urban Fantasy Roman. Wer von euch liest eigentlich gerne Urban Fantasy und wenn ja welche Titel?

Ich habe also einiges für die nächsten Monate geplant. Wenn ihr nichts davon verpassen wollt, schaut gerne bei meinem Newsletter vorbei: Hier anmelden.

Und jetzt: Zurück an den Schreibtisch!

Sachbücher, die jedes Regal besonders machen

3 Sachbücher, die jedes Regal besonders machen

Viele von euch wissen es wahrscheinlich nicht, aber ich habe eine Zeit lang im Lektorat eines Publikumsverlages gearbeitet, sowohl im belletristischen als auch im Sachbuchlektorat. Letzteres hat mich so geprägt, dass ich nicht nur gerne Sachbücher lese, sondern auch besonders schöne sammle. Wenn ich unterwegs bin, schaue ich deshalb nicht nur in der Fiction-Ecke nach schönen Romanfunden, sondern gucke auch immer bei den Sachbüchern vorbei. Hier gibt es nämlich viele wirklich tolle Schätze, von denen ich heute drei mit euch teilen will.

Arrowsmith, Das große Buch der Naturgeister

Als Fantasyautorin interessiert mich das Fantastische und dazu gehören natürlich auch Wesenheiten. Durch mein Germanistikstudium habe ich besonders in der Älteren Deutschen Literatur viele spannende Wesen kennengelernt, die kaum oder gar nicht bekannt sind. Das große Buch der Naturgeister unterscheidet verschiedene Arten von Naturgeistern und zeigt auch, wo sie in Europa zu finden sind. Für eine kleine Inspirationsreise beim Plotten oder auch beim Schreiben schaue ich mir dieses Buch immer wieder gerne an. Außerdem hat es tolle Illustrationen.

Breverton, Breverton‘s Phantasmagoria

In eine ähnliche Richtung geht das Phantasmagoria von Terry Breverton. Dieses Buch habe ich noch nicht auf Deutsch entdeckt, die englische Ausgabe ist aber auch wirklich wunderschön. Der Unterschied zum großen Buch der Naturgeister besteht vor allem darin, dass das Phantasmagoria sich nicht nur auf Wesenheiten beschränkt, sondern auch Mythen, Artefakte, Orte, Sagen und Legenden miteinbezieht. Auch dieses Buch ist einfach perfekt, um einen Nachmittag darin zu versinken und sich spannende Welten mit phantastischen Wesen auszumalen. Pluspunkt: Es enthält auch tatsächlich existierende Wesen, die aber genauso phantastisch anmuten wie Fabelwesen.

Zender, Lexikon Buch Druck Papier

Buchdruck fand ich schon immer wahnsinnig interessant, weswegen mir auch die Arbeit in der Herstellungsabteilung eines Publikumsverlags wirklich Spaß gebracht hat. Wenn ihr euch auch für Buchdruck interessiert oder euch einfach die Geschichte des Buchdrucks fasziniert, ist dieses Buch auf jeden Fall eine gute Anschaffung. Und: Es ist einfach wunderbar verarbeitet!

Es gibt noch so viele andere Sachbücher, die ich nennen könnte und vielleicht tue ich das und mache auch aus diesem Artikel eine Reihe. Vorher möchte ich aber von euch wissen: Welche Sachbücher sind für euch besonders? Welche habt ihr im Regal stehen?

Photo by Syd Wachs on Unsplash

10 Dinge, die ich als Autorin häufig höre

10 Dinge, die ich als Autorin häufig höre

Wenn ich Menschen erzähle, dass ich schreibe, reagieren die meisten mit einer Mischung aus Interesse und Unverständnis, in etwa so, als ob sie ein seltenes Insekt vor sich betrachten würden. Ich weiß, dass das meistens nicht böse gemeint ist und ich weiß auch, dass die meisten der im Folgenden aufgelisteten Beispiele aus Unwissen entstehen, weil sich dieser Mensch schlicht noch nie mit dem Prozess des Schreibens beschäftigt hat. Trotzdem geben mir die meisten dieser Kommentare eben kein besonders gutes Gefühl. Also nehmt meine launigen Antworten nicht zu ernst. In ¾ der Fälle nicke und winke ich und wechsle das Thema. Neben genannten Menschen gibt es aber natürlich auch ganz tolle, die einfach an dem interessiert sind, was man als Autor tut, die nicht urteilen. An dieser Stelle ein großes Danke an diese Menschen!

Also los

Ich wollte auch schon immer mal ein Buch schreiben. Ich hatte nur nie so viel Zeit wie du!
Weil ich neben meinem 40 Stunden Job ja auch einen Zeitumkehrer wie Hermine in der Tasche habe. Das muss es sein, warum bin ich darauf nicht früher gekommen?

Ach, du hast deinen Roman nur als E-Book veröffentlicht? Das ist ja gar kein richtiges Buch.
Was dann? Als ich das letzte Mal nachgeschlagen habe, war einer der wichtigsten Bestandteile eines Buches sein Inhalt.

Kannst du das mal korrigieren? Du kannst doch was mit Sprache.
Das ist Französisch. Ich spreche kein Französisch.
Ich dachte, das wäre kein Problem.
???

Findest du es nicht langweilig, deine ganze Freizeit vor dem Rechner zu sitzen?
Findest du es nicht langweilig, dein Hobby auszuüben?

Und was verdienst du damit?
Gegenfrage: Muss man damit etwas verdienen?

Dann wirst du ja die nächste J.K. Rowling!
Hahaha… ha… ha… Nein.

Kannst du mir dein Buch schicken? Du hast doch die Word-Datei.
Kannst du für mich umsonst neuen Boden im Wohnzimmer verlegen? Hab gehört, du hast noch Parkett Zuhause.

Man ist ja erst ein richtiger Autor, wenn man {setze hier beliebige Behauptung ein} erreicht hat.
Whatever.

Du schreibst Fantasy? Ich lese ja nur richtige Literatur.
In welchem Universum ist das keine „richtige“ Literatur?

Wir wollen heute Bowlen gehen. Lust mitzukommen?
Sorry, ich muss schreiben.
Ach, das kannst du doch auch wann anders machen.
Nein, wirklich nicht, ich habe da eine Deadline, die ich…
Komm mit!

Was sagen dir Menschen, wenn sie hören, dass du schreibst? Ich bin gespannt!

Inspirierende, literarische Orte in Wien

inspirierende literarische Orte

Wie einige von euch wissen, bin ich nebenberuflich Reisebloggerin und dementsprechend häufig unterwegs. Literarische Orte entdecke ich auf Reisen unglaublich gerne und es gibt natürlich auch wahnsinnig viele. Für diesen meinen Autorenblog möchte ich die Reihe „inspirierende, literarische Orte in…“ ins Leben rufen und meine Leidenschaft für Bücher und das geschriebene Wort rund um den Globus mit euch teilen. Starten werde ich mit Wien. Welche spannenden literarischen Orte ihr dort entdecken könnt, lest ihr jetzt.

Das Literaturmuseum

Das Literaturmuseum gehört zur Österreichischen Nationalbibliothek. Ich fand es wirklich sehr interessant die ausgestellten Handschriften und Erstausgaben entdecken zu können. Das Museum legt sein Augenmerk hauptsächlich auf österreichische Literatur, das macht es aber nicht weniger interessant. Inspirierend ist das Literaturmuseum mit seinen zeitgeschichtlichen Bezügen auf jeden Fall.

Die Nationalbibliothek

Die österreichische Nationalbibliothek selbst gehört zu den literarischen Orten, die mich in Wien am meisten inspiriert haben. Der Prunksaal ist dabei natürlich auch einer der bekanntesten literarischen Orte in der österreichischen Hauptstadt und das zu Recht: Der Saal ist wirklich wunderschön, ein richtiges Paradies für Bücherwürmer und voller Geschichte!

Café Central

Cafés haben in Wien eine lange Geschichte, literarisch relevant und bekannt ist unter vielen anderen auch das Café Central. Hier hat sich zum Beispiel die Wiener Autorengruppe Jung-Wien getroffen, zu der Arthur Schnitzler gehörte. Das Café Central ist ein typisches Wiener Kaffeehaus, urig und gemütlich. Auf Grund seiner Berühmtheit sollte man vor seinem Besuch aber reservieren.

Shakespeare & Company

Und zuletzt möchte ich noch den Wiener Shakespeare & Company nennen. Die Shakespeare & Company Buchläden sind in fast allen Städten einen Besuch wert – so auch in der österreichischen Hauptstadt. Die Buchhhandlung ist breit aufgestellt und lädt zum Stöbern ein. Das einzige Problem war der Buchhändler, der ständig um die Gäste des Ladens herumgeschlichen ist. Das hat mich persönlich bei der Suche nach einem Buch eher gestört. Der Laden selbst ist aber trotzdem zu empfehlen.

Welche literarischen Orte haben dir in Wien gefallen?

30 Dinge, die ich vor meinem 30. Geburtstag gelernt habe

30 Dinge, die ich vor meinem 30. Geburtstag gelernt habe

Ende des Jahres ist es soweit: Ich beende meine Zwanziger, ich werde dreißig. Viele sagen ja immer, dass sie sich überhaupt nicht anders fühlen, jetzt, wo die große drei vor die eigene Lebenszeit gerutscht ist. Damit möchten sie betonen, dass sie sich immer noch genauso jung im Kopf fühlen, wie vorher auch. Ich denke aber, dass diese beiden Sachen – das Alter und die geistige Reife – nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben. Denn ja: Ich fühle mich körperlich nicht viel anders als mit Anfang zwanzig, geistig hingegen schon. Das heißt nicht, dass ich mental vergreist bin, im Gegenteil: Ich bin neugieriger, offener und interessierter als je zuvor. Ich habe viel gelernt. Ich habe mich entwickelt. Manche Dinge sehe ich gelassener, andere nicht. Aber eins weiß ich sicher: Ich bin definitiv nicht mehr dieselbe, die ich vor zehn Jahren war. Und das ist auch gut so.

Hier meine 30 Dinge, die ich vor meinem 30. Geburtstag gelernt habe:

 

  1. Produktivität definiert mich nicht als Person.

  2. Mein Körper ist mein Körper und ich muss mich nicht für ihn schämen.

  3. Es ist okay, manchmal unfair zu sein.

  4. Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben.

  5. Reisen macht mich glücklich, egal was andere dazu sagen.

  6. Ich kaufe nur noch gemütliche Klamotten.

  7. Nicht alles ist für immer.

  8. Nachdem ich mich selbst angenommen habe, haben es auch die anderen getan.

  9. Ich kann es nicht allen recht machen.

  10. Pragmatische Entscheidungen zu treffen, gehört zum Leben dazu.

  11. Ich brauche Rückzugsorte.

  12. Pläne sind da, um geändert zu werden.

  13. Es gibt Freunde und es gibt Situationships.

  14. Der Rasen ist auf der anderen Seite nie grüner.

  15. Ich bin neugierig.

  16. Es gibt nicht den festgeschriebenen Weg. Egal, was andere mir suggerieren.

  17. Zwischen Schwarz und Weiß gibt es jede Menge Grau.

  18. Ich rechtfertige mich nicht mehr für persönliche Entscheidungen.

  19. Ich kann Dinge tun, die ich mir früher nicht zugetraut hätte, weil ich es einfach ausprobiert habe.

  20. Konfrontation ist manchmal der beste Weg zum Ziel.

  21. Ich habe ein Resting-Bitch-Face und es ist mir egal.

  22. Ich habe gelernt, eine Steuererklärung zu schreiben.

  23. Ich bin nicht verantwortlich für das Glück anderer.

  24. Sport ist wichtig und lässt mich mich besser fühlen.

  25. Ich vertraue meinem Bauchgefühl.

  26. Wenn ich etwas will, muss ich es mir holen. Niemand wird es mir auf einer silbernen Platte servieren.

  27. Es ist okay, Fragen zu stellen.

  28. Ich bin nicht plötzlich erwachsen geworden. Erwachsen werden heißt mit seinen Aufgaben zu wachsen, nicht mit einem Fingerschnipsen alles zu wissen.

  29. Und in dem Zusammenhang habe ich ebenfalls das hier gelernt: Andere kochen auch nur mit Wasser.

  30. Fehler zu machen ist normal.

Wie alt seid ihr und was sind eure Learnings? Was würdet ihr gerne noch lernen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Photo by Johannes W on Unsplash

Jugendromane, die mein Leben verändert haben

Im Laufe der Jahre habe ich viel gelesen. Sehr viel. Das meiste davon ist im Rauschen der vielen Geschichten nach einiger Zeit untergegangen. Das sagt natürlich nichts über die Geschichte an sich aus, sie ist deshalb weder besonders gut noch besonders schlecht. Sie hat sich mir einfach nur nicht so eingebrannt, wie die sieben Jugendromane, die ich heute gerne mit euch teilen möchte. Nun denn.

„Libri Mortis“-Reihe

Die „Libri Mortis“-Reihe von Peter Schwindt besteht aus drei Büchern, die ich wirklich sehr gerne gelesen habe. Rosalie, die Protagonistin, ist zwar an vielen Stellen etwas kantig, aber genau das macht sie zu etwas Besonderem. Außerdem fand ich das Setting in Paris, vor allem im Pariser Untergrund, super spannend.

Abhorsen-Reihe

Ebenfalls eine Trilogie (ursprünglich, inzwischen gibts noch ein viertes Buch), hat mich die Abhorsen-Reihe von Garth Nix in eine Welt voller Magie entführt – und zwar mit einem Magiesystem, das ich so bisher noch nicht kannte. Auch der Mix aus magischer Welt und einer Welt, die an unsere um die Zeit des 1. Weltkriegs angelehnt ist, hat mir sehr gefallen. Die Abhorsen-Reihe gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.

Hundert Stunden Nacht

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, sich einen Flug zu buchen, weil das Leben gerade unfair und so richtig beschissen ist, und einfach zu verschwinden? Anna Woltz‘ junge Protagonistin tut das und landet in New York City – ausgerechnet zu der Zeit, in der Sturm Sandy die Stadt lahmlegt. Die Erfahrungen, die Emilia daraufhin macht, zeigen ihr nicht nur viel über sich selbst, sondern auch über das Reisen.

Herr der Diebe

Ein absoluter Klassiker ist Cornelia Funkes „Herr der Diebe“. Ich liebe einfach die Art und Weise, wie Funke in ihren älteren Werken (z.B. auch in Drachenreiter) das Phantastische zum Leben erweckt. Es hat etwas verwunschenes. Kombiniert mit der Reise nach Venedig hat das Buch mich sofort gefangen genommen.

Alanna-Reihe

Die Alanna-Reihe von Tamora Pierce ist mit für meine Begeisterung für Geschichte und das Mittelalter verantwortlich. Natürlich sind die Bücher nicht historisch korrekt, sondern spielen in einer Fantasy-Welt. Trotzdem hat mich Alanna, die sich in einer Männerdomäne durchsetzen wollte und das am Ende auch geschafft hat, sehr fasziniert.

Alaizabel Cray

London. Steampunk. Dämonenjäger. Zwar kratzt Alaizabel Cray an manchen Stellen hart an der Grenze zwischen Jugendbuch zu erwachsener Fantasy, das hat mich als Jugendliche aber nicht weiter gestört. Denn die Welt, die Chris Wooding erfindet, ist einzigartig.

Becky Brown – Versprich nach mir zu suchen

Auch historische Jugendromane habe ich eine Zeit lang wahnsinnig gerne gelesen. Becky Brown von Rainer M. Schröder gehört dazu. Bekannt ist der Autor vor allem für seine Aby Lynn Saga, Becky Brown legt den Fokus hingegen weniger auf eine Romanze denn auf die Beziehung zwischen zwei Geschwistern. Dieses Motiv wurde dann in die Zeit der großen Auswandererwellen gelegt: 1856. New York. Five Points. Der Aufbruch in den Mittleren Westen. Eine wirklich schöne Geschichte, die beweist, dass es nicht immer eine Liebesgeschichte geben muss.

Welche Jugendromane sind euch in bleibender Erinnerung geblieben? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe

Das viele Reisen, übrigens nicht nur zum Vergnügen, hat es mit sich gebracht, dass ich Stunden über Stunden in Zügen, Bussen, Flughäfen, Flugzeugen, Bahnhöfen und ähnlichem mehr verbracht habe. Was macht man in dieser Zeit, wenn man keine Lust hat zu arbeiten? Genau: Lesen. Welche Bücher mich während dieser Zeit quer durch die Welt begleitet haben, möchte ich euch nicht vorenthalten. Vorhang auf also für meine erste Buchempfehlung.

Albert, The Hazel Wood

Das erste Buch, das mir einige Stunden versüßt hat, war The Hazel Wood von Melissa Albert. Eigentlich mehr durch Zufall im Flughafen Buchladen aufgestöbert, hat es mich durch einen acht Stunden Transatlantikflug gebracht. Und wer sich jetzt fragt, warum ich nicht geschlafen habe: Ich hatte den Mittelsitz. More words needed? Gefallen hat es mir unter anderem deshalb, weil die Protagonistin genauso viel in Bewegung ist, wie ich es war. Und weil das Thema zwar an eine Märchenadaption erinnert (Alice im Wunderland), mich aber im Gegensatz zu seinen Geschwistern dadurch abgeholt hat, dass es in New York spielt – die Stadt, in der ich vor dem Transatlantikflug war – habe ich das Buch förmlich verschlungen.

Earnshaw, The Wicked Deep

Ebenfalls in New York entdeckt, habe ich dieses Buch erst später begonnen. Mit dem Cover von Wicked Deep hatte ich einen Blickflirt, aber auch der Inhalt hat mich überzeugt: Es spielt an der US-Westküste und verwebt eine mysteriöse Legende mit der Kleinstadt Sparrow, die direkt an der rauen See liegt. Gefangen genommen hat mich bei diesem Buch vor allem das Thema. Es war eine neue Idee, nichts, was ich schon einmal gelesen hätte. Gerade im Fantasybereich gibt es so viele Möglichkeiten, die häufig nicht genutzt werden. The Wicked Deep setzt seine Idee mit ein paar Logiklöchern aber schön um.

Schwab, City of Ghosts

Das Englisch von City of Ghosts war relativ einfach, das Buch war also schnell weg gelesen. Trotz der einfachen Sprache denke ich persönlich, dass das Buch aber auch von älteren Semestern gelesen werden kann. Das dominierende Motiv ist Freundschaft, was ich wirklich spannend finde. Eine Romanze kommt nicht vor und wird auch nicht benötigt. Dafür müssen sich Cassidy und Jacob durch eine gefährliche Geisterlandschaft schlagen und dabei ausloten, was in einer Freundschaft zwischen einem Menschen und einem Geist erlaubt ist – und was nicht.

Was habt ihr die letzten Monate gelesen und was liegt momentan auf eurem Nachttisch? Ich werde jetzt an Enchantée weiterlesen.

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Das Leben steht für niemanden still: Ein Lebenszeichen

Puh. Wo fange ich an? Seit der Veröffentlichung meines Erstlings ist beinahe ein Jahr vergangen, hier ist es seit Dezember still. Habe ich mir das so vorgestellt? Nein. Aber manchmal will man das eine und das Leben rennt ohne zu fragen in eine andere Richtung. Was heißt das für mich als Autorin?

In dem halben Jahr habe ich viel getan, aber eines nicht: An Geschichten geschrieben. Stattdessen habe ich eine große Veränderung in meinem Job angestoßen. Ich bin in eine Stadt weit weg von meinem bisherigen Wohnort gezogen. Ich habe getrauert. Ich bin gereist. Mein Leben hat sich seit Dezember einmal um 180 Grad gedreht. Vieles war in dieser Zeit wichtig, meine Social Media Aktivität als Autorin nicht. Kennt ihr das? Man hat so viel im Kopf, dass die Charaktere und Geschichten einfach in den Hintergrund treten, weil man plötzlich selbst aus dem stetigen und gewohnten Fluss seines Lebens hinaustritt und zu dem Protagonisten seiner eigenen Veränderung wird.

Langsam komme ich nun wieder in Sphären, in denen ich mich mit Kreativität beschäftigen kann, mit dem Erfinden von Geschichten. Ich habe aber auch festgestellt, dass Social Media und dieser Blog so, wie ich ihn die ersten Monate geführt habe, für mich nicht funktionieren. Ich weiß: Consistency is key. Aber ich habe auch erkannt: Es wird immer wieder Phasen wie diese geben, Phasen, in denen die erfundenen Geschichten hinter die echten treten müssen. Solange das Schreiben für mich im Wesentlichen ein Hobby ist, kann es für mich nicht mehr Commitment geben. Ich teile gerne weiterhin meine Gedanken mit euch – zu Themen rund ums Schreiben und darüber hinaus, aber ich werde keinen strengen Redaktionsplan mehr einhalten. Die Beitrage kommen, wenn sie kommen und ich hoffe, ihr habt weiterhin Spaß daran. Ich werde sie natürlich auch weiterhin über meine Social Media Kanäle teilen.

Und deshalb kommen wir nun auch zum Wesentlichen, dem Herz dieses Blogs sozusagen: Ich. Habe. Ideen. Eine ganz besondere, um genau zu sein, die ich im Juni ausarbeite und im Juli anfange zu schreiben – soweit der Plan. Und zwar im Rahmen des Camp NaNoWriMo. Wer von euch nimmt noch daran teil? Drückt mir die Daumen, dass mein Leben nicht wieder eine Rolle rückwärts macht.

Bis dahin,
Anna

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Denkanstoß: Warum nicht lesen nicht schlimm ist

Lieblingsorte_Schreiben

Pünktlich zum Nikolas bin ich zurück mit meinem Dezemberbeitrag. Dieses Mal möchte ich über ein Phänomen sprechen, das mir in den letzten Monaten vor allem auf einigen Buchblogs aufgefallen ist: Den Entschuldigungen der Blogger, dass sie es nicht geschafft haben, mehr Bücher zu lesen oder Reviews zu schreiben. Dass sie unzufrieden sind mit ihrem SuB oder der Anzahl der gelesenen Bücher. Zusammengefasst ist mir also von allen Seiten der Zwang zu lesen aufgefallen.

Was meine ich damit?

Ich habe den Eindruck, dass Lesen gerade in der Buchbubble zu einer Art Sport geworden ist: Höher, schneller, weiter. Es gibt Listen und gegenseitige Motivation, noch mehr zu lesen. Für mich als Autorin ist das natürlich bis zu einem gewissen Grad positiv, trotzdem muss ich ehrlich sagen, dass ich das kritisch sehe. Denn: Erzeugen der SuB, Motivationsgruppen und Listen über die Bücher, die in einem Monat oder Jahr gelesen werden wollen, nicht Druck? Druck, der einigen Bloggern mit der Zeit zu viel zu werden scheint? Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber sollte Lesen nicht ein Hobby sein, zu dem man sich nicht wie im Leistungssport motivieren muss?

Zwischen Hobby und Beruf(ung)

Ich persönlich frage mich bei vielen Blogs, die mit sehr viel Herzblut geschrieben sind und genau über diesen Druck klagen: Ist es ein Hobby oder mehr? Dabei habe ich häufig den Eindruck, dass gerade den Bloggern selbst nicht ganz klar ist, bis wann ein (Buch)blog noch als Hobby gilt und ab wann eben mehr dahintersteht – etwa die Erwartungen von Verlagen oder Autoren. Dass sie zwar gerne lesen und auch mit Verlagen oder Autoren kooperieren möchten, aber gleichzeitig nicht den Sprung wagen und sagen: Ja, ich bin ein professioneller Blogger, weil ich mit Unternehmen zusammenarbeite.

Klare Unterscheidung

Ich selbst blogge in einer anderen Sparte und die Differenzierung zwischen professionellen Blogs, die mit Unternehmen kooperieren, und solchen, die es kategorisch eben nicht tun, ist ganz klar umrissen. Mit dieser klaren Kante sind auch die Erwartungen geregelt: Wenn jemand mit einem Unternehmen zusammenarbeitet, wird Professionalität erwartet und geliefert. Es gibt Redaktionspläne, Mediazahlen und eine Steuernummer, unter der Rechnungen geschrieben werden. Wenn der Blogger hingegen nur als Hobby über seine Erlebnisse schreibt, dann wird das nicht erwartet. Je mehr ich in die Buchbloggerbubble eintauche, desto mehr habe ich das Gefühl, dass diese Unterscheidung dort nicht oder nur sehr selten getroffen wird. Irgendwie sieht sich fast jeder Blogger als jemand, der den Blog als Hobby führt. Aber ist es das wirklich, wenn man mit Unternehmen zusammenarbeitet?

Kein Vorwurf, mehr ein Denkanstoß

Ich möchte damit keinen Blogger angreifen. Ich liebe eure Blogs, eure Themen und auch die Art und Weise, wie ihr Bücher vorstellt. Aber um den Bogen zurück zur Ausgangsfrage zu spannen: Wie entsteht der Druck, lesen zu müssen? Meiner Ansicht nach kommt er nicht nur von den SuBs, den Jahreslisten und Motivationsgruppen. Sie sind häufig (aber natürlich nicht immer) nur ein Symptom. Aus meiner Sicht braucht die Buchbloggerbranche eine Professionalisierung. Es muss deutlich werden, was Unternehmen wie Verlage erwarten können und was nicht. Denn im Endeffekt geht es den Verlagen darum, ein Produkt zu bewerben.

Sicherheit auch für Blogger

Die Blogger hingegen brauchen diese Sicherheit genauso, denn nur dadurch kann der Druck rausgenommen werden. Bloggt man als Hobby, sollte auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen verzichtet werden. Denn dann muss nichts gelesen werden, worauf man eigentlich keine Lust hat (manchmal stellt sich das ja zum Beispiel erst während des Lesens heraus), und das ist auch nicht schlimm. Arbeitet man hingegen mit Unternehmen zusammen, trifft Absprachen, muss aus meiner Sicht auf professioneller Augenhöhe interagiert werden.

Wie seht ihr das? Wie bloggt ihr und seht ihr euch mehr als Hobbyblogger oder als professioneller Blogger? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Nach der Blogpause: Neuigkeiten

Nach der Blogpause nach meiner Veröffentlichung bin ich nun wieder zurück. Mit im Gepäck habe ich Neuigkeiten für euch. In dem ruhigen Monat auf meinem Blog und den Social-Media-Kanälen war es für mich nämlich alles andere als ruhig: Ich habe an zwei Projekten gearbeitet, unter eines davon konnte ich ein „Ende“ setzen.
Worum es geht? Um meinen neuen Roman „Der weiße Spatz“ (AT). Ich habe ihn zu Ende geschrieben und auch schon die erste Überarbeitungsreihe hinter mich gebracht. An der Fertigstellung habe ich fast jeden Tag gesessen. Neben meinem Hauptjob war ich also gut beschäftigt. Das ist also die erste Neuigkeit.

Aber weshalb der Stress? Ganz einfach: Ich hatte neben meinen Betalesern jemanden, der auf den Text gewartet hat. Das hat mit der zweiten großen Neuigkeit zu tun, die eng mit dem weißen Spatz verknüpft ist. Ich habe bis jetzt gewartet, weil mir die Entwickelung selber surreal vorkommt und ich mich daran erst noch gewöhnen muss.

Kurz gesagt: Ich werde seit September von der Literatur Agentur Michael Meller vertreten, die den weißen Spatz so interessant fand, dass sie ihn gerne vermitteln möchte. Ich freue mich riesig und genieße jetzt schon die super spannende Zusammenarbeit mit meiner Agentin.

So viel erst einmal von mir und den Neuigkeiten rund um mein Schreiben. Mehr zum weißen Spatz und dem Inhalt erfahrt ihr im neuen Jahr.

Eure
Anna