Kategorie: Veröffentlichungen

Warum ich wieder Debütautorin bin

Debütautorin

Mein erster Blogbeitrag im neuen Jahr und gleich so eine verwirrende Überschrift. Aber ich erkläre sie, versprochen. Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich 2018 mein Debüt “Das steinerne Schloss” bei einem E-Book Imprint von HarperCollins Germany veröffentlicht. Dieses Imprint wurde Ende 2019 geschlossen und mit ihm alle Inhalte, die es dort gab. Meinen Debütroman gibt es also offiziell nicht mehr.

Die Rechterückgabe des Verlags an mich war nur ein Punkt, der mich am Schreiben hat zweifeln lassen. In einem meiner anderen Beiträge habe ich schon laut darüber nachgedacht, aus welchen Gründen ich das Schreiben hinschmeißen wollen würde. In meiner Winterpause habe ich dann noch weiter darüber nachgedacht, ob es wirklich das Schreiben an sich ist, woran ich keinen Spaß mehr habe, oder der Vorgang des Publizierens. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es Letzteres ist.

Es hat mich frustriert, dass all die Arbeit, die ich nicht nur ins Manuskript gesteckt habe, sondern auch in die PR, die Zusammenarbeit mit Bloggern und dem Verlag mit einer einzigen Geste vom Tisch gewischt war. Deshalb brauchte ich eine Pause, die ich mir – wie ihr wisst – auch genommen habe.

In dieser Pause habe ich nicht nur von meinen Social Media Auftritten Abstand genommen, sondern auch vom Schreiben. Ich habe darüber nachgedacht, welche Kanäle für mich noch sinnvoll sind, woran ich Spaß habe. Die Frage nach der Freude an dem was ich tue, stand auch bei allem anderen im Vordergrund. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, weiterzuschreiben, auch an diesem Blog. Denn auch wenn mich die Situation frustriert hat, komme ich trotzdem immer wieder hierher. Um zu schreiben.

Wie es als publizierende Autorin weitergeht, das steht noch in den Sternen. Ich stehe zur Zeit an einer Weggabelung und lehne mich mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung. Allerdings bin ich jetzt wieder Debütautorin.

Nach der Blogpause: Neuigkeiten

Nach der Blogpause nach meiner Veröffentlichung bin ich nun wieder zurück. Mit im Gepäck habe ich Neuigkeiten für euch. In dem ruhigen Monat auf meinem Blog und den Social-Media-Kanälen war es für mich nämlich alles andere als ruhig: Ich habe an zwei Projekten gearbeitet, unter eines davon konnte ich ein „Ende“ setzen.
Worum es geht? Um meinen neuen Roman „Der weiße Spatz“ (AT). Ich habe ihn zu Ende geschrieben und auch schon die erste Überarbeitungsreihe hinter mich gebracht. An der Fertigstellung habe ich fast jeden Tag gesessen. Neben meinem Hauptjob war ich also gut beschäftigt. Das ist also die erste Neuigkeit.

Aber weshalb der Stress? Ganz einfach: Ich hatte neben meinen Betalesern jemanden, der auf den Text gewartet hat. Das hat mit der zweiten großen Neuigkeit zu tun, die eng mit dem weißen Spatz verknüpft ist. Ich habe bis jetzt gewartet, weil mir die Entwickelung selber surreal vorkommt und ich mich daran erst noch gewöhnen muss.

Kurz gesagt: Ich werde seit September von der Literatur Agentur Michael Meller vertreten, die den weißen Spatz so interessant fand, dass sie ihn gerne vermitteln möchte. Ich freue mich riesig und genieße jetzt schon die super spannende Zusammenarbeit mit meiner Agentin.

So viel erst einmal von mir und den Neuigkeiten rund um mein Schreiben. Mehr zum weißen Spatz und dem Inhalt erfahrt ihr im neuen Jahr.

Eure
Anna

Woher nehme ich eigentlich meine Ideen?

Anna Weydt Cover Das steinerne Schloss

Am Mittwoch war es also soweit: Ich habe euch das Cover meines Romans “Das steinerne Schloss” gezeigt. Zeit, einmal darüber nachzudenken, woher ich eigentlich meine Ideen nehme und was das für meine Geschichten bedeutet. Also: Woher kommen die ganzen Gedanken zu Büchern, Charakteren und Konflikten?

Vom Kleinen ins Große

Bei mir persönlich reicht schon ein klitzekleiner Fetzen, um eine neue Idee entstehen zu lassen. Das kann durch das Anschauen eines Filmes passieren, durch das Bereisen einer neuen Stadt, durch eine Begegnung, durch irgendetwas, völlig egal was. Meistens habe ich initial eine Idee entweder zu einem bestimmten Konflikt, Handlungsort oder einer Person. Sobald diese Idee da ist und sie mir gefällt, spinne ich aus ihr meine Geschichte. Manchmal kommen viele solcher neuen Ideen zusammen, manchmal verbinde ich sie mit alten, noch nicht verwendeten Schnipseln, über die ich früher schon einmal nachgedacht habe. Ich forme also aus einer Initialidee den Grundkonflikt meiner Geschichte.

Vom Großen ins Kleine

Das tue ich in der Regel durch extensives Planen. Ja, ich gebe zu, ich gehöre zu den Plottern. Ich muss wissen, wo die Reise hingeht, um mich nicht zwischendrin zu verlaufen. Deshalb plane ich die wichtigsten Wendungen meiner Geschichte vorher durch, genauso wie ihr Ende versteht sich. Habe ich dieses grobe, große Gerüst, fange ich an, es mit Leben zu füllen. Das heißt: Ich erfinde neben dem Hauptkonflikt, weitere Konflikte, Figuren, Orte. Ich komme vom Großen also wieder zurück ins Kleine. Wenn das geschafft ist, steht dem Schreiben nichts mehr im Weg.

Wie plottet ihr? Plottet ihr überhaupt? Und woher nehmt ihr eure Ideen?