Das Leben steht für niemanden still: Ein Lebenszeichen

Puh. Wo fange ich an? Seit der Veröffentlichung meines Erstlings ist beinahe ein Jahr vergangen, hier ist es seit Dezember still. Habe ich mir das so vorgestellt? Nein. Aber manchmal will man das eine und das Leben rennt ohne zu fragen in eine andere Richtung. Was heißt das für mich als Autorin?

In dem halben Jahr habe ich viel getan, aber eines nicht: An Geschichten geschrieben. Stattdessen habe ich eine große Veränderung in meinem Job angestoßen. Ich bin in eine Stadt weit weg von meinem bisherigen Wohnort gezogen. Ich habe getrauert. Ich bin gereist. Mein Leben hat sich seit Dezember einmal um 180 Grad gedreht. Vieles war in dieser Zeit wichtig, meine Social Media Aktivität als Autorin nicht. Kennt ihr das? Man hat so viel im Kopf, dass die Charaktere und Geschichten einfach in den Hintergrund treten, weil man plötzlich selbst aus dem stetigen und gewohnten Fluss seines Lebens hinaustritt und zu dem Protagonisten seiner eigenen Veränderung wird.

Langsam komme ich nun wieder in Sphären, in denen ich mich mit Kreativität beschäftigen kann, mit dem Erfinden von Geschichten. Ich habe aber auch festgestellt, dass Social Media und dieser Blog so, wie ich ihn die ersten Monate geführt habe, für mich nicht funktionieren. Ich weiß: Consistency is key. Aber ich habe auch erkannt: Es wird immer wieder Phasen wie diese geben, Phasen, in denen die erfundenen Geschichten hinter die echten treten müssen. Solange das Schreiben für mich im Wesentlichen ein Hobby ist, kann es für mich nicht mehr Commitment geben. Ich teile gerne weiterhin meine Gedanken mit euch – zu Themen rund ums Schreiben und darüber hinaus, aber ich werde keinen strengen Redaktionsplan mehr einhalten. Die Beitrage kommen, wenn sie kommen und ich hoffe, ihr habt weiterhin Spaß daran. Ich werde sie natürlich auch weiterhin über meine Social Media Kanäle teilen.

Und deshalb kommen wir nun auch zum Wesentlichen, dem Herz dieses Blogs sozusagen: Ich. Habe. Ideen. Eine ganz besondere, um genau zu sein, die ich im Juni ausarbeite und im Juli anfange zu schreiben – soweit der Plan. Und zwar im Rahmen des Camp NaNoWriMo. Wer von euch nimmt noch daran teil? Drückt mir die Daumen, dass mein Leben nicht wieder eine Rolle rückwärts macht.

Bis dahin,
Anna

Photo by Kara Eads on Unsplash

Denkanstoß: Warum nicht lesen nicht schlimm ist

Lieblingsorte_Schreiben

Pünktlich zum Nikolas bin ich zurück mit meinem Dezemberbeitrag. Dieses Mal möchte ich über ein Phänomen sprechen, das mir in den letzten Monaten vor allem auf einigen Buchblogs aufgefallen ist: Den Entschuldigungen der Blogger, dass sie es nicht geschafft haben, mehr Bücher zu lesen oder Reviews zu schreiben. Dass sie unzufrieden sind mit ihrem SuB oder der Anzahl der gelesenen Bücher. Zusammengefasst ist mir also von allen Seiten der Zwang zu lesen aufgefallen.

Was meine ich damit?

Ich habe den Eindruck, dass Lesen gerade in der Buchbubble zu einer Art Sport geworden ist: Höher, schneller, weiter. Es gibt Listen und gegenseitige Motivation, noch mehr zu lesen. Für mich als Autorin ist das natürlich bis zu einem gewissen Grad positiv, trotzdem muss ich ehrlich sagen, dass ich das kritisch sehe. Denn: Erzeugen der SuB, Motivationsgruppen und Listen über die Bücher, die in einem Monat oder Jahr gelesen werden wollen, nicht Druck? Druck, der einigen Bloggern mit der Zeit zu viel zu werden scheint? Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber sollte Lesen nicht ein Hobby sein, zu dem man sich nicht wie im Leistungssport motivieren muss?

Zwischen Hobby und Beruf(ung)

Ich persönlich frage mich bei vielen Blogs, die mit sehr viel Herzblut geschrieben sind und genau über diesen Druck klagen: Ist es ein Hobby oder mehr? Dabei habe ich häufig den Eindruck, dass gerade den Bloggern selbst nicht ganz klar ist, bis wann ein (Buch)blog noch als Hobby gilt und ab wann eben mehr dahintersteht – etwa die Erwartungen von Verlagen oder Autoren. Dass sie zwar gerne lesen und auch mit Verlagen oder Autoren kooperieren möchten, aber gleichzeitig nicht den Sprung wagen und sagen: Ja, ich bin ein professioneller Blogger, weil ich mit Unternehmen zusammenarbeite.

Klare Unterscheidung

Ich selbst blogge in einer anderen Sparte und die Differenzierung zwischen professionellen Blogs, die mit Unternehmen kooperieren, und solchen, die es kategorisch eben nicht tun, ist ganz klar umrissen. Mit dieser klaren Kante sind auch die Erwartungen geregelt: Wenn jemand mit einem Unternehmen zusammenarbeitet, wird Professionalität erwartet und geliefert. Es gibt Redaktionspläne, Mediazahlen und eine Steuernummer, unter der Rechnungen geschrieben werden. Wenn der Blogger hingegen nur als Hobby über seine Erlebnisse schreibt, dann wird das nicht erwartet. Je mehr ich in die Buchbloggerbubble eintauche, desto mehr habe ich das Gefühl, dass diese Unterscheidung dort nicht oder nur sehr selten getroffen wird. Irgendwie sieht sich fast jeder Blogger als jemand, der den Blog als Hobby führt. Aber ist es das wirklich, wenn man mit Unternehmen zusammenarbeitet?

Kein Vorwurf, mehr ein Denkanstoß

Ich möchte damit keinen Blogger angreifen. Ich liebe eure Blogs, eure Themen und auch die Art und Weise, wie ihr Bücher vorstellt. Aber um den Bogen zurück zur Ausgangsfrage zu spannen: Wie entsteht der Druck, lesen zu müssen? Meiner Ansicht nach kommt er nicht nur von den SuBs, den Jahreslisten und Motivationsgruppen. Sie sind häufig (aber natürlich nicht immer) nur ein Symptom. Aus meiner Sicht braucht die Buchbloggerbranche eine Professionalisierung. Es muss deutlich werden, was Unternehmen wie Verlage erwarten können und was nicht. Denn im Endeffekt geht es den Verlagen darum, ein Produkt zu bewerben.

Sicherheit auch für Blogger

Die Blogger hingegen brauchen diese Sicherheit genauso, denn nur dadurch kann der Druck rausgenommen werden. Bloggt man als Hobby, sollte auf die Zusammenarbeit mit Unternehmen verzichtet werden. Denn dann muss nichts gelesen werden, worauf man eigentlich keine Lust hat (manchmal stellt sich das ja zum Beispiel erst während des Lesens heraus), und das ist auch nicht schlimm. Arbeitet man hingegen mit Unternehmen zusammen, trifft Absprachen, muss aus meiner Sicht auf professioneller Augenhöhe interagiert werden.

Wie seht ihr das? Wie bloggt ihr und seht ihr euch mehr als Hobbyblogger oder als professioneller Blogger? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Nach der Blogpause: Neuigkeiten

Nach der Blogpause nach meiner Veröffentlichung bin ich nun wieder zurück. Mit im Gepäck habe ich Neuigkeiten für euch. In dem ruhigen Monat auf meinem Blog und den Social-Media-Kanälen war es für mich nämlich alles andere als ruhig: Ich habe an zwei Projekten gearbeitet, unter eines davon konnte ich ein „Ende“ setzen.
Worum es geht? Um meinen neuen Roman „Der weiße Spatz“ (AT). Ich habe ihn zu Ende geschrieben und auch schon die erste Überarbeitungsreihe hinter mich gebracht. An der Fertigstellung habe ich fast jeden Tag gesessen. Neben meinem Hauptjob war ich also gut beschäftigt. Das ist also die erste Neuigkeit.

Aber weshalb der Stress? Ganz einfach: Ich hatte neben meinen Betalesern jemanden, der auf den Text gewartet hat. Das hat mit der zweiten großen Neuigkeit zu tun, die eng mit dem weißen Spatz verknüpft ist. Ich habe bis jetzt gewartet, weil mir die Entwickelung selber surreal vorkommt und ich mich daran erst noch gewöhnen muss.

Kurz gesagt: Ich werde seit September von der Literatur Agentur Michael Meller vertreten, die den weißen Spatz so interessant fand, dass sie ihn gerne vermitteln möchte. Ich freue mich riesig und genieße jetzt schon die super spannende Zusammenarbeit mit meiner Agentin.

So viel erst einmal von mir und den Neuigkeiten rund um mein Schreiben. Mehr zum weißen Spatz und dem Inhalt erfahrt ihr im neuen Jahr.

Eure
Anna

Blogtour Das steinerne Schloss – Wie ist das Buch eigentlich entstanden?

Blogtour das steinerne schloss Anna Weydt

Heute beginnt die Blogtour zu meinem Debütroman und ich möchte mit einer Frage anfangen, die sicher jeder irgendwie irgendwann einmal gestellt hat: Wie entsteht eigentlich ein Buch? Und weiter: Wie ist „Das steinerne Schloss“ entstanden? Wie bin ich auf die Idee gekommen, wie auf das Szenario?

Auf der Blogtour erwartet euch bis zum 18.9. jeden Tag ein neuer Beitrag. Hier einmal der thematische Ablaufplan der noch folgenden Beiträge mit Link auf alle Teilnehmer, ausgenommen natürlich mich selbst.

14.9.: Angelique von „Bücher der Träume“ schreibt über ihren Eindruck der ersten Seiten

15.9.: Sinah von „Pink Mai“ hat mich zu meinem Debüt und über das Autorenleben interviewt

16.9.: Jacqueline von „A Bird‘s Point of View“ stellt euch meine Protagonistin Charlie vor

17.9.: Denise von „365-seiten“ stellt euch Erik vor

18.9.: Babsi von „The Blue Siren“ hat einen Blick hinter den Vorhang meiner Welt geworfen und einige der magischen Wesenheiten hervorgelockt.

Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt es auf der Blogtour natürlich auch etwas. Was ihr dafür tun müsst, lest ihr jetzt:

Insgesamt können 3 Personen etwas gewinnen, und zwar:

1. Platz: Eine Schlüsselkette, eine signierte Postkarte und ein Lesezeichen von „Das steinerne Schloss“

2. + 3. Platz: Jeweils eine signierte Postkarte des Covers + ein Lesezeichen von „Das steinerne Schloss“

Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, nehmt an meinem Test unter www.annaweydt.de/finde-deinen-begleiter teil und postet euer Ergebnis unter diesen Beitrag.

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die Ihren Wohnsitz in Deutschland und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Teilnahme ist nicht vom Erwerb einer Ware oder Dienstleistung abhängig.

Die Dauer des Gewinnspiels erstreckt sich vom 13.09.2018, 0 Uhr bis zum 18.09.2018, 23:59 Uhr.

Die Gewinner der Verlosung werden am 19.09.18 unter diesem Beitrag über ihren Gewinn informiert. Daraufhin haben sich die Gewinner unter anna@annaweydt.de zu melden und ihren Vor- und Zunamen sowie ihre Postanschrift mitzuteilen, damit die Gewinne verschickt werden können.

Die Teilnahmebedingungen in ganzer Länge findet ihr hier: https://annaweydt.de/teilnahmebedingungen-blogtour/

Von der Idee zur Geschichte: Die Verserzählung „Der Welt Lohn“

Verserzählung klingt erst mal ziemlich trocken. Trotzdem hat mich „Der Welt Lohn“ von Konrad von Würzburg erst auf die Idee zum Buch gebracht. Man könnte fragen: Wie komme ich ausgerechnet darauf? Das ist schnell beantwortet: Ich habe Germanistik und Geschichte studiert und meinen Schwerpunkt auf das europäische Mittelalter gesetzt. Im Zuge meines Studiums bin ich automatisch in Berührung mit mittelalterlichen Texten gekommen, einer davon war „Der Welt Lohn“.
Der Autor der Erzählung, Konrad von Würzburg, war ein deutscher Dichter, der im Mittelalter lebte. Er hat für seine Gönner, also denjenigen, die ihn für das Verfassen des jeweiligen Werkes bezahlt haben, lyrische, geistlich-legendäre und historisch-sagenhafte Werke geschrieben. In Der Welt Lohn erzählt Konrad die Geschichte des Ritters Wirnt von Grafenberg, der einer geheimnisvollen Frau begegnet. Die Frau (zu ihrer Identität verrate ich nicht allzu viel, was wiederum mit meinem Roman zu tun hat; wer möchte kann aber gerne googeln) zeigt ihm, dass sein weltliches Streben nach Ruhm und Anerkennung keine Dauer hat. Die Moral von der Geschicht ist schließlich die, dass Wirnt sich von der Welt abwendet und einen geistlichen Lebensweg einschlägt – dies ist übrigens typisch für mittelalterliche Erzählungen aus dem christlichen Abendland. Die Art und Weise, wie die Frau dargestellt wird, fand ich bei der Analyse des Textes in meinem Studium so interessant, dass ich mir um sie herum die Geschichte ausgedacht habe, die am 15. September als „Das steinerne Schloss“ erscheinen wird.
Neben „Der Welt Lohn“ spielen übrigens auch noch andere Texte aus dem Mittelalter in die Geschichte mit hinein, unter anderem solche aus der Alexanderdichtung.

Die Handlungsorte: Das Mittelalter

Nachdem das Grundkonzept stand, habe ich mich damit auseinandergesetzt, wo ich meine Geschichte spielen lassen wollte. Da das deutsche Mittelalter eine nicht unwichtige Rolle im Text spielt, war mir relativ schnell klar, dass der Text auch in Deutschland spielen sollte. Die Frage war nur: Wo?
Für mein Debüt habe ich schließlich auf einen Ort zurückgegriffen, den ich wie meine Westentasche kenne: Hamburg, meine Geburtsstadt. Das Tor zur Welt hat so viele tolle Ecken, die mystisch und verwegen sind, weswegen ich mich für die Stadt als Handlungsort von „Das steinerne Schloss“ entschieden habe. Zwei dieser Handlungsorte möchte ich euch jetzt vorstellen.

Kaltehofe

Kaltehofe ist eine Elbinsel in der Nähe des Hamburger Stadtteils Rothenburgsort. Heute wird sie als Naherholungsgebiet genutzt, früher war auf ihr das Wasserwerk Kaltehofe untergebracht. Aus dieser Zeit, also 1893/94, stammen auch noch viele Becken, die über die Insel verteilt sind, Schieberhäuschen und die Villa Kaltehofe. Das Finale von „Das steinerne Schloss“ spielt auf Kaltehofe.

HH-Rothenburgsort

Das Hamburger Stadtviertel Rothenburgsort spielt auch neben Kaltehofe noch eine Rolle. Hier steht nämlich auch das Archiv, das Charlie im Laufe der Geschichte besucht. Untergebracht im 1848 errichteten Wasserturm lagern die Hexen meiner Geschichte dort einen Teil ihres Wissens.

Der Sachsenwald

Auch Schleswig-Holstein kommt in meinem Roman vor, und zwar in Form des Sachsenwaldes. Der Sachsenwald ist ein Nutzwald, den ich als Kind häufig besucht habe. In Teilen kam er mir schon immer verwunschen vor, auch wenn Teile regelmäßig abgeholzt wurden. Der Wald spielt in meiner Geschichte eine Rolle, als Charlie eine Gruppe von etwas überzeugen soll (bloß kein Spoiler ;-)).

So viel von mir zum Auftakt der Blogtour rund um „Das steinerne Schloss“. Morgen geht es bei Angelique weiter. Schaut gerne bei ihr vorbei!

Gewinner des Gewinnspiels

Die Gewinner des Blogtour-Gewinnspiels stehen fest. Herzlichen Glückwunsch an…

1. Platz: Levi

2. + 3. Platz: Manuela Schäller und evilgenius

Bitte meldet euch innerhalb von 3 Tagen unter anna@annaweydt.de und teilt mir euren vollen Namen sowie eure Postanschrift mit. Ansonsten verfällt der Gewinn. Danke! :)

Charaktervorstellung „Das steinerne Schloss“: Wilhelm

Nachdem ich vor zwei Wochen schon Marie, eine der Nebenfiguren aus #dassteinerneschloss, vorgestellt habe, möchte ich jetzt weitermachen mit Wilhelm. Auch er ist eine Nebenfigur und genau wie bei meinem ersten Artikel werde ich mich auch bei diesem Interview darum bemühen, nicht zu spoilern.
Vom 13. – 18. September findet übrigens die Blogtour zum steinernen Schloss statt. Was euch dort erwartet? Neben einer Vorstellung meiner Protagonistin und des männlichen Hauptcharakters Erik auch noch ein Beitrag zu den Magischen Wesen aus „Das steinerne Schloss“, ein Autoreninterview und ein Beitrag zu Handlungsorten und der Verserzählung „Der Welt Lohn“, die eine wichtige Rolle im Roman spielt. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut!

Hallo Wilhelm.

– Guten Tag. (verbeugt sich leicht und setzt seinen Hut ab)

Schön, dass du es geschafft hast. Soll ich dir mit deinem Gehstock helfen?

– Nein, nein. Vielen Dank, das geht schon. (setzt sich auf den angebotenen Stuhl)

Dann will ich auch gleich anfangen. Charlie ist deine Enkelin. Du und deine Frau habt sie quasi großgezogen. Ist sie wie eine Tochter für dich?

– Absolut. Charlotte hat sehr viel Zeit bei uns verbracht und ich bereue keinen Tag. Sie hat mich sehr viel gelehrt und ich habe ihr hoffentlich auch ein bisschen was mit auf den Weg gegeben, das ihr im Leben hilft.

Wusstest du schon immer, dass sie etwas Besonderes ist?

– Sie ist meine Enkelin. Natürlich ist sie etwas Besonderes. (lacht schelmisch)

Dann anders gefragt: Glaubst du an das Übernatürliche?

– Ja.

Wieso?

– Weil ich es erlebt habe. Die Welt ist nicht immer das, was wir sehen, sie ist das, was wir fühlen.

Hast du dafür ein Beispiel?

– Für das Übernatürliche? Dutzende. Aber bin ich heute wirklich hier, um über Geister und Dämonen zu sprechen?

Nein, tut mir leid. Vielleicht fahren wir mit etwas weniger kontroversem fort: Stell dich doch einmal unseren Lesern vor. Was hast du beruflich gemacht, bevor du in Rente gegangen bist?

– Ich war Autor. Ein ziemlich erfolgreicher sogar. Ein paar meiner Bücher kennst du bestimmt.

Was hast du geschrieben?

– Kinderbücher. Meine Geschichten hat Charlotte immer gern gehört. Natürlich auch die von anderen Autoren. (lacht wieder)

Bist du stolz auf deine Enkelin und wie sie sich entwickelt hat?

– Natürlich. Ich finde es toll, dass sie studiert, und zwar das, was sie möchte und nicht das, was ihre Mutter erwartet hätte. Sie weiß genau, was sie will und manchmal erkenne ich ihre Großmutter in ihr. (guckt auf die Uhr) Es tut mir leid, dich unterbrechen zu müssen, aber meine Skatgruppe trifft sich in einer Viertelstunde.

Ja, natürlich. Erlaubst du mir noch eine letzte Frage?

– Natürlich.

Was würdest du Charlotte raten?

– (überlegt kurz) Sie sollte immer auf ihr Herz hören. Es wird ihr zeigen, welchen Weg sie einschlagen wird. Etwas, das man aus tiefstem Herzen entschieden hat, kann nicht falsch sein. Selbst wenn man es ein paar Jahre später bereut: Im Moment der Entscheidung war es richtig.

Danke Wilhelm für deine Zeit und viel Spaß beim Skat!

– Sehr gern! (nickt, steht auf und verlässt den Raum)

Warum der Herbst für mich die beste Zeit zum Schreiben ist

Anna Weydt Herbst schreiben

Auch wenn wir dieses Jahr einen Jahrhundertsommer hatten, wird auch er zu Ende gehen. Ich habe die Sonne und die Temperaturen genossen, allerdings freue ich mich auch auf die Jahreszeit, die nach dem Sommer kommt: Der Herbst. Denn der Herbst ist nicht nur die Jahreszeit, in der ich geboren wurde, sondern auch die, in der und über die ich am liebsten schreibe. Hier nun also 5 Gründe, wieso gerade der Herbst mich so inspiriert und für mich die beste Zeit zum Schreiben ist.

Der Herbst ist gemütlich.

Viele nennen ihn nass und kalt. Ich nennen den Herbst gemütlich, und zwar nicht nur dann, wenn ich auf meiner Couch sitze und Kerzen angezündet habe, weil es so früh dunkel wird. Sondern auch, weil ich jetzt endlich wieder meine warmen Klamotten rausholen kann. Aber natürlich geht nichts über einen Leseabend auf dem Sofa.

Die Natur stirbt.

Klingt jetzt im ersten Moment nicht so positiv, trotzdem finde ich es immer wieder faszinierend, wie die Natur sich jedes Jahr erneut selbst erfindet. Der Herbst mit seinen bunten Farben ist dabei für mich persönlich eine besondere Inspiration, weil er eine Zwischenphase zwischen Winter und Sommer ist. Geht mir beim Frühling übrigens genauso.

Es wird früh dunkel.

Warum ausgerechnet das gut fürs Schreiben sein soll? In meinem Fall ganz einfach: Wenn man mich lässt, bin ich eine Nachteule. Ich schreibe also besonders gerne, wenn es draußen dunkel ist. Da das im Herbst früher der Fall ist, schaffe ich auch mehr und muss dafür trotzdem nicht bis 3 Uhr nachts aufbleiben (was sich mit meinem Vollzeitjob auch gar nicht vertragen würde).

Spaziergänge im Herbstlaub.

Fürs Plotten und auch für allgemeine Ideenfindung ist der Herbst die beste Jahreszeit. Meistens sind nämlich kaum Leute unterwegs, wenn es immer mal wieder anfängt zu regnen und so habe ich den Park ganz für mich allein, während ich über neue Ideen nachdenke. Außerdem lassen sich auch noch schöne Fotos machen.

Kamine werden angemacht.

Mein Lieblingscafé hat einen wirklich tollen Kamin. Der bleibt im Sommer natürlich aus (außer wir haben wieder einen typisch norddeutschen Sommer, dann kann es vorkommen, dass er trotzdem an ist). Im Herbst ist der Kamin aber auf jeden Fall regelmäßig an; mit einer Tasse Tee und einem guten Buch oder dem Notizbuch lässt es sich dort also wirklich aushalten.

Ist der Herbst für euch auch die beste Zeit zum Schreiben? Wenn ja: Warum?

Charaktervorstellung „Das steinerne Schloss“: Marie

Mein heutiger Blogpost dreht sich ganz um mein Debüt „Das steinerne Schloss“. Ich bin mir bewusst, dass gerade Charaktervorstellungen häufig (zu) viel verraten, deshalb will ich gar nicht in die Tiefe gehen und darüber berichten, wer Marie ist oder was sie tut. Ich habe mir stattdessen ein paar spannende Fragen herausgesucht, die sie als Menschen (bzw. Figur) euch hoffentlich ein bisschen näher bringen und Lust auf das Buch machen. Vom 13. – 18. September findet übrigens die Blogtour zum steinernen Schloss statt. Was euch dort erwartet? Neben einer Vorstellung meiner Protagonistin und des männlichen Hauptcharakters Erik auch noch ein Beitrag zu den Magischen Wesen aus „Das steinerne Schloss“, ein Autoreninterview und ein Beitrag zu Handlungsorten und der Verserzählung „Der Welt Lohn“, die eine wichtige Rolle im Roman spielt. Ich würde mich freuen, wenn ihr vorbeischaut!

Hallo Marie. Schön, dass du hier bist.

Gleichfalls.

Du weißt, dass du heute nicht zu viel von dir verraten darfst. Fällt dir das schwer?

– Keine Ahnung, sehen wir dann. Jetzt fang an zu fragen, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.

Okay, okay. Na gut, sehen wir mal… bist du ein Einzelkind?

– Nein.

Wie viele Geschwister hast oder hattest du?

– Ein paar.

Ich sehe, du beherrschst das mit dem nicht zu viel verraten ganz gut. Ein bisschen mehr darfst du aber schon erzählen.

– Wenn du meinst. Dann hau raus.

Machst du gerne Sport oder bist du eher eine Couchpotato?

– Ich mache ganz gerne mal Sport, besonders flie… (bricht ab) Ich mache gerne Sport. Belassen wir es dabei.

Wie findest du Charlie (die Protagonistin, Anm. d. Red.)?

– Wir haben nicht besonders viel gemeinsam, aber ja. Ich finde sie nett. Besonders, wenn sie Erik (die männliche Hauptperson, Anm. d. Red.) eins überzieht.

Also magst du Erik nicht?

– Erik ist ein Idiot. Aber ich habe ihn trotzdem gern. Irgendwie.

Ziehst du beide Socken gleichzeitig an und danach die Schuhe oder eine Socke, dann den Schuh usw.?

– Was ist das denn für eine Frage? (denkt nach) Aber wenn du es unbedingt wissen willst: Erst die Socken, danach die Schuhe.

Bist du verheiratet?

– Nein. Wir heiraten nicht.

Wer ist wir?

– Psst, ich darf doch nicht zu viel verraten.

Auch wieder wahr. Was ist deine größte Angst?

– Wow. Jetzt packst du aber aus. Meine größte Angst? Wieder verfolgt zu werden.

Hmm… ich frage jetzt mal nicht, von wem.

– Besser ist es.

Bist du ein Nägelkauer? Deine Hände müssen ständig etwas zu tun haben, wie ich sehe.

– (Legt die Münze beiseite, mit der sie bisher gespielt hat) Früher mal. Inzwischen habe ich die hier anstelle meiner Nägel. (Deutet auf die Münze)

Dein Lieblingsbuch?

– Das Herbarium Magicum – Das Buch der heilenden Kräuter.

Wann bist du am glücklichsten?

– Wenn ich hier bin. (Macht eine ausholende Bewegung, die den Turm beschreibt, in dem wir uns befinden)

Was gefällt dir hier am besten?

– Meine Bücher? Und natürlich der Kamin. Im Winter einer meiner Lieblingsplätze, wenn Katrei ihn mir nicht klaut.

Stimmt. Der Kamin ist echt klasse.

– Ja, nicht wahr? (Guckt stolz)

Wir müssen jetzt leider auch zum Ende kommen, Marie. Beantwortest du mir noch eine letzte Frage?

– Ja.

Hast du ein Geheimnis?

(Sie grinst) Mehr als eins. Aber ich werds dir nicht verraten, sonst wäre es ja nicht mehr geheim. (Verschwindet spurlos)

Woher nehme ich eigentlich meine Ideen?

Anna Weydt Cover Das steinerne Schloss

Am Mittwoch war es also soweit: Ich habe euch das Cover meines Romans „Das steinerne Schloss“ gezeigt. Zeit, einmal darüber nachzudenken, woher ich eigentlich meine Ideen nehme und was das für meine Geschichten bedeutet. Also: Woher kommen die ganzen Gedanken zu Büchern, Charakteren und Konflikten?

Vom Kleinen ins Große

Bei mir persönlich reicht schon ein klitzekleiner Fetzen, um eine neue Idee entstehen zu lassen. Das kann durch das Anschauen eines Filmes passieren, durch das Bereisen einer neuen Stadt, durch eine Begegnung, durch irgendetwas, völlig egal was. Meistens habe ich initial eine Idee entweder zu einem bestimmten Konflikt, Handlungsort oder einer Person. Sobald diese Idee da ist und sie mir gefällt, spinne ich aus ihr meine Geschichte. Manchmal kommen viele solcher neuen Ideen zusammen, manchmal verbinde ich sie mit alten, noch nicht verwendeten Schnipseln, über die ich früher schon einmal nachgedacht habe. Ich forme also aus einer Initialidee den Grundkonflikt meiner Geschichte.

Vom Großen ins Kleine

Das tue ich in der Regel durch extensives Planen. Ja, ich gebe zu, ich gehöre zu den Plottern. Ich muss wissen, wo die Reise hingeht, um mich nicht zwischendrin zu verlaufen. Deshalb plane ich die wichtigsten Wendungen meiner Geschichte vorher durch, genauso wie ihr Ende versteht sich. Habe ich dieses grobe, große Gerüst, fange ich an, es mit Leben zu füllen. Das heißt: Ich erfinde neben dem Hauptkonflikt, weitere Konflikte, Figuren, Orte. Ich komme vom Großen also wieder zurück ins Kleine. Wenn das geschafft ist, steht dem Schreiben nichts mehr im Weg.

Wie plottet ihr? Plottet ihr überhaupt? Und woher nehmt ihr eure Ideen?

Das steinerne Schloss geht auf die Reise

Blogger Briefe Das steinerne Schloss

Mit jeder Woche, die bis zum Erscheinungstermin vergeht, bin ich ein kleines bisschen aufgeregter. Heute ist dann endlich der Tag gekommen, an dem sich die Rezensionsexemplare von Das steinerne Schloss auf die Reise zu den Bloggern machen, die sich bereit erklärt haben, mein Debüt vorab zu lesen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!

Termine & Ankündigungen

Weil Das steinerne Schloss ein E-Book ist, wollte ich aber nicht schnöde einfach nur einen Downloadlink versenden. Denn mir persönlich macht es am meisten Spaß eine Geschichte zu entdecken, wenn ich etwas in der Hand habe. Das geht aus offensichtlichen Gründen nicht mit dem Buch, wohl aber mit dem geheimnisvollen Brief, dem ich den Downloadlink beigelegt habe. Was es damit auf sich hat, werdet ihr ab dem 13. September unter dem Hashtag #dassteinerneschloss auf Facebook, Twitter und Instagram herausfinden.

Als kleine Ankündigung zum Erscheinungstermin möchte ich außerdem die Blogtour erwähnen, die ebenfalls ab dem 13. September startet. Darin erwarten euch viele tolle Themen, unter anderem eine Vorstellung meiner Protagonistin, der Handlungsorte und der Alexandersage, die eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt.

Am 15. August, 16 Uhr findet dann übrigens das Coverreveal auf meinen Social Media Kanälen (Facebook, Twitter, Instagram) statt. Dazu findet ihr kurz vorher natürlich auch noch eine Ankündigung. Wer von euch das Cover schon vor allen anderen sehen möchte, der kann sich für meinen Newsletter anmelden.

Und zum Schluss…

Ich freue mich auf einen spannenden Monat vor Veröffentlichung meines ersten Romans und bin gespannt, was sich in dieser Zeit noch alles ergeben wird. :-) Bis einschließlich den 15. August habt ihr übrigens noch die Möglichkeit im Vorfeld der Veröffentlichung von Das steinerne Schloss etwas zu gewinnen. Dazu schaut einmal hier vorbei.

Klappentextreveal „Das steinerne Schloss“ und Gewinnspiel

Klappentext reveal Das steinerne Schloss Anna Weydt

In 1 ½ Monaten ist es endlich soweit: Mein Debüt „Das steinerne Schloss“ erscheint bei HarperCollins Germany (books2read)! So langsam laufen dafür die Vorbereitungen auf Hochtouren und ich plane viele tolle Aktionen rund um meine Geschichte, die im schönen Hamburg spielt. Bisher habe ich mich, was Infos dazu angeht, sehr bedeckt gehalten. Heute möchte ich aber nun endlich den Klappentext mit euch teilen und auch ein Gewinnspiel eröffnen, das bis zum Coverreveal am 15.8. laufen wird. Dazu unten mehr. Jetzt erst einmal mehr Infos dazu, worum es in meinem Roman geht:

„Ein Talisman, der sie beschützt. Eine Sage, die sie verfolgt. Ein Familiengeheimnis, das sie lüften muss.

Als Charlie aus dem Nichts von mythischen Kreaturen angegriffen wird, treten ihre Alltagssorgen mit einem Schlag in den Hintergrund. Die einzige Aussicht auf Schutz bietet ein Bündnis mit dem wortkargen Erik, der ihr wie auf Schwingen getragen zu Hilfe eilt. Kann ihr mysteriöser Retter Licht ins Dunkel bringen?

Gefangen in einem Labyrinth aus Lügen kämpft Charlie um Antworten. Doch fündig wird sie erst, als es längst kein Zurück mehr gibt.“

Wenn euch Urban Fantasy und der Ort, an dem die Geschichte spielt, nämlich Hamburg, interessieren, dann tragt euch gerne hier in meinen Newsletter ein. Ihr werdet als Erste darüber informiert, wenn es Neuigkeiten gibt und auch über alle weiteren Entwicklungen, die mich als Autorin betreffen. Das Cover werdet ihr in einer Preview als Newsletterabonnenten übrigens vor allen anderen sehen.

Nun zum Gewinnspiel

Ich verlose 3x ein Paket aus jeweils einer signierten Postkarte von meinem schönen Cover und einem Lesezeichen von „Das steinerne Schloss“ an drei von euch. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist meine Facebook Seite Anna Weydt zu liken und die folgende Frage unter diesem Facebookpost zu beantworten: Welche übernatürlichen Kräfte hättest du gerne?

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die Ihren Wohnsitz in Deutschland und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Teilnahme ist nicht vom Erwerb einer Ware oder Dienstleistung abhängig.

Die Dauer des Gewinnspiels erstreckt sich vom 01.08.2018, 09:30 Uhr bis zum 15.08.2018, 23:59 Uhr.

Die Gewinner der Verlosung werden am 17.08.18 unter dem Gewinnspielbeitrag auf Facebook über ihren Gewinn informiert. Daraufhin haben sich die Gewinner unter anna@annaweydt.de zu melden und ihren Vor- und Zunamen sowie ihre Postanschrift mitzuteilen, damit die Gewinne verschickt werden können.

Diese Aktion steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Empfänger der bereitgestellten Informationen und Daten ist nicht Facebook, sondern der Betreiber. Facebook ist nicht der Ansprechpartner für Gewinnspiele auf der Facebookseite des Betreibers, sondern der Veranstaler selber. Der Betreiber stellt Facebook von allen Schäden, Verlusten und Aufwendungen frei, welche aus Ansprüchen in Bezug auf das Gewinnspiel resultieren. Sämtliche Fragen, Kommentare oder Beschwerden zum Gewinnspiel sind direkt an den Betreiber und nicht an Facebook zu richten.

Die Teilnahmebedingungen in ganzer Länge findet ihr hier: Teilnahmebedingungen

Ich würde mich freuen, wenn ihr dabei seid!

Herzlich,
Anna